Effizienz und Umweltschutz Hand in Hand Spatenstich für neue Feuerungsanlage von Saacke bei Angus Chemie

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Mit einem Spatenstich auf dem Firmengelände hat Angus Chemie den Baubeginn für eine neue Feuerungsanlage eingeläutet. Das Anlagenprinzip beruht auf der Rückgewinnung von Reststoffen der chemischen Produktion für die energetische Verwertung. Entwickelt und konzipiert wurde die Feuerungslösung von Saacke. Mit der Fertigstellung der zehn Millionen Euro-Investition wird bis zum März 2015 gerechnet.

Firmen zum Thema

Die neuartige Feuerungsanlage verfügt über eine Leistung von elf Megawatt und besteht im Wesentlichen aus einem vorgeschalteten Brenner, zwei Brennkammern für ein zweistufiges Feuerungskonzept, einem Sattdampfkessel, einer Staubfilteranlage sowie einem 30 Meter hohen Kamin.
Die neuartige Feuerungsanlage verfügt über eine Leistung von elf Megawatt und besteht im Wesentlichen aus einem vorgeschalteten Brenner, zwei Brennkammern für ein zweistufiges Feuerungskonzept, einem Sattdampfkessel, einer Staubfilteranlage sowie einem 30 Meter hohen Kamin.
(Bild: Saacke)

Ibbenbüren, Bremen – Angus Chemie machte machte sich aufgrund gestiegener Herstellungskapazitäten und dem Wunsch nach einer effizienteren und emissionsärmeren Entsorgung von Produktionskapazitäten auf die Suche nach einer Feuerungsanlage, die Reststoffe der chemischen Produktion für die energetische Verwertung nutzt. Bei dem Bremer Unternehmen Saacke wurde der Produzent von Aminoalkoholen für Arzneimittel und Kosmetika jetzt fündig. Die neuartige Feuerungsanlage verfügt über eine Leistung von 11 MW und besteht im Wesentlichen aus einem vorgeschalteten Brenner, zwei Brennkammern für ein zweistufiges Feuerungskonzept, einem Sattdampfkessel, einer Staubfilteranlage sowie einem 30 m hohen Kamin.

Selbst Stoffe mit geringsten Heizwerten werden in Prozessenergie umgewandelt und erneut dem Produktionsablauf zugeführt. „So können wir einen großen Teil des bisher zur Dampferzeugung genutzten Erdgases ersetzen, was enorme Energiekosten einspart und gleichzeitig fossile Ressourcen schont“, so Axel Altmann, Werkleiter von Angus Chemie, in seiner Begrüßungsansprache beim feierlichen Spatenstich.

Bildergalerie

Ein weiterer entscheidender Vorteil für Altmann: „Bisher mussten wir mindestens alle sechs Wochen beide Brenner abschalten und die Kessel reinigen. Erst nach drei Tagen Stillstand konnte die Anlage unter hohem Energieverbrauch wieder hochgefahren werden. Die direkte Verwertung der Reststoffe und Prozessgase macht dies in Zukunft unnötig.“ Größtenteils entfalle zudem der kostspielige Transport, da die nicht verwerteten Reststoffe in der Vergangenheit zur Entsorgung oft quer durch Deutschland transportiert werden mussten.

Der Projektleiter für die Anlage, Bernhard Riefer von Saacke, hob in seiner Rede die emissionsarme Feuerung hervor: „Dank der unterstöchiometrischen Verbrennung in der Primärstufe können wir die Stickstoffkonzentration weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen 200 mg/m³ halten.“ Der geringe Bedarf an Stützbrennstoff verkürze zudem die Amortisationszeit für das Chemieunternehmen. Insgesamt komme das Unternehmen somit seinem Ziel eines geschlossenen, abfallfreien Produktionskreislaufes ein ganzes Stück näher.

(ID:39907620)