Suchen

Kathodenmaterialien für Elektrofahrzeuge Spatenstich für BASF-Anlage: „Großer Schritt für Deutschland und Schwarzheide“

Redakteur: MA Alexander Stark

BASF hat den ersten Spatenstich für seine neue Produktionsanlage für Kathodenmaterialien in Schwarzheide vorgenommen. In einer Online-Veranstaltung feierte das Unternehmen diesen Meilenstein gemeinsam mit Kunden, Politikern und Partnern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bezeichnete die Investition als großen Schritt für Deutschland und Schwarzheide.

Firmen zum Thema

Im August 2020 starteten die Bauarbeiten für die neue Anlage für Kathodenmaterialien in Schwarzheide. Bis zur Inbetriebnahme der Anlage für Batteriematerialien im Jahr 2022 ist die Integration erneuerbarer Energien geplant.
Im August 2020 starteten die Bauarbeiten für die neue Anlage für Kathodenmaterialien in Schwarzheide. Bis zur Inbetriebnahme der Anlage für Batteriematerialien im Jahr 2022 ist die Integration erneuerbarer Energien geplant.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen; Schwarzheide – Ab 2022 will BASF am Standort Schwarzheide Kathodenmaterialien für rund 400.000 vollelektrische Fahrzeuge jährlich produzieren. Die neue Anlage ist Teil eines mehrstufigen Investitionsplans auf dem europäischen Markt für Batteriematerialien. Sie wird Vorprodukte aus der bereits angekündigten BASF-Anlage in Harjavalta, Finnland, verwenden. Die Bauarbeiten in Schwarzheide haben im August begonnen. Die innovativen Kathodenmaterialien sollen die Leistungsfähigkeit der Batterien steigern und der Elektromobilität so zum Erfolg verhelfen.

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, bezeichnete den Spatenstich als einen weiteren Schritt in die richtige Richtung für den Industriestandort Deutschland und den Aufbau einer europäischen Wertschöpfungskette für Elektromobilität. Ziel sei es, die besten und leistungsfähigsten Batterien in Deutschland und Europa zu produzieren, so Altmaier weiter. Deshalb fördere die Regierung den Ausbau der Batterieproduktion mit neuesten und umweltschonendsten Materialien. Konkret für das Projekt von BASF stellen Bund und Land rund 175 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, unterstrich die Bedeutung des Aufbaus einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Wertschöpfungskette für die Herstellung von Batteriezellen in Europa: „Die Batterie-Wertschöpfungskette ist von strategischer Bedeutung für die Widerstandsfähigkeit Europas, insbesondere im Hinblick auf eine saubere, nachhaltige Mobilität.“ Dies sei umso wichtiger, als Europa versuche, seinen Volkswirtschaften Starthilfe zu geben und gleichzeitig den Übergang in eine nachhaltige Wirtschaft zu beschleunigen.

BASF will Zellhersteller und Automobilkunden mit Kathodenmaterialien mit hoher Energiedichte versorgen, die nachhaltig und lokal hergestellt sind und ihren spezifischen Bedürfnissen in Europa entsprechen. Die neue Anlage soll zusammen mit der Anlage für Vorprodukte in Harjavalta effiziente Herstellungsverfahren, einen hohen Anteil an erneuerbarer Energie, eine vorgelagerte Integration in die Schlüsselrohstoffe wie Kobalt und Nickel sowie kurze Transportwege entlang der Wertschöpfungskette nutzen. Wie Dr. Peter Schuhmacher, Leiter des Unternehmensbereichs Catalysts der BASF erklärte, sollen diese Maßnahmen zu einem um 30 % geringeren CO2-Fußabdruck im Vergleich zum herkömmlichen Industriestandard führen.

Die Investition in Schwarzheide bekräftigt laut BASF die Unterstützung des Unternehmens für eine europäische Wertschöpfungskette für die Batterieproduktion und ist Teil des „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“, das am 9. Dezember 2019 von der Europäischen Kommission nach den Beihilfevorschriften der Europäischen Union genehmigt worden war.

Die Markteinführung von Batteriematerialien aus der Anlage in Schwarzheide, die Forschung zur Entwicklung von Batteriematerialien der nächsten Generation und die Prozessentwicklung, einschließlich des Batterie-Recycling, werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg aufgrund eines Beschlusses des Landtages von Brandenburg BMWi im Rahmen des IPCEI Batteriezellfertigung gefördert.

(ID:46993235)