Containment

So gelingt R-Pharm der Spagat zwischen Gramm und Kilogramm

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Neues Entwicklungscenter schließt Lücke

Seit letztem Jahr gibt es bei R-Pharm noch mehr zu sehen. Der Auftragshersteller hat sein Product and Process Development Center – kurz PPDC – eröffnet und damit im Bereich der hoch wirksamen Arzneimittel eine Lücke zwischen Produktentwicklung und kommerzieller Fertigung geschlossen. Neben kosteneffizienten Containment-Lösungen für vollautomatische Herstellungsverfahren benötigt der Markt nämlich mehr und mehr Kleinstmengen an hoch potenten Solida und das möglichst flexibel.

Andreas Hänel, Herstellungsleiter bei R-Pharm: „Wir müssen in der Lage sein, alle Entwicklungs- und Produktionsschritte bei der Herstellung fester Formen abzubilden.“
Andreas Hänel, Herstellungsleiter bei R-Pharm: „Wir müssen in der Lage sein, alle Entwicklungs- und Produktionsschritte bei der Herstellung fester Formen abzubilden.“
(Bild: R-Pharm)

„Wir müssen deshalb in der Lage sein, alle Entwicklungs- und Produktionsschritte bei der Herstellung fester Formen abzubilden“, erklärt Andreas Hänel, Herstellungsleiter bei R-Pharm. Deshalb bietet das PPDC Tabletten- bzw. Granulierungsentwicklungen bis hin zur kompletten Formulierungsentwicklung an.

Im Fertigungsbereich kann in Chargengrößen von 0,5 bis 20 kg produziert werden. Im Angebot sind Mahl-, Misch- und Siebprozesse, Trocken- und Feuchtgranulierung, Kapselfüllung und Tablettierung sowie Coating und Pelletierung. Bei der Planung und Umsetzung des PPDC war abermals der Technologiepartner Glatt beteiligt.

Mit dem PPDC setzt das Pharmaunternehmen sozusagen das Sahnehäubchen auf seine bisherigen Aktivitäten. Denn in den vergangenen 15 Jahren hat die Geschäftsführung den Standort zum Kompetenzzentrum für „High Containment Manufacturing“ entwickelt.

Vier Containment Facilities mit unterschiedlichem Automatisierungsgrad

Es gibt in Illertissen vier verschiedene Containment Facilities mit unterschiedlichem Grad an Automatisierung für Batch-Größen zwischen 0,5 und 700 kg. Schließlich ist Flexibilität für einen Auftragshersteller nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern schiere Notwendigkeit, da sie ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist. Stillstand kostet Geld und nur eine hocheffizient betriebene Anlage arbeitet Kundenaufträge optimal und zügig ab.

Um hohe Flexibilität und Auslastung zu erreichen, werden in der neuen Herstellungssuite sowohl konventionelle (OEB 1-3) als auch hoch wirksame Feststoffe (OEB 4-5) entwickelt, gefertigt und verpackt. Das gleicht zwar der Quadratur des Kreises, weil unterschiedliche Produktionsanforderungen unter einen Hut gebracht werden müssen. Aber 15 Jahre Containment-Expertise sind ein Pfund mit dem der Pharmaproduzent wuchern kann.

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