Anbieter zum Thema
Flexibilität durch Standardisierung
Das systematische, strukturierte Vorgehen innerhalb der AD-Suite ebnet den Weg, um auch das Binden von Objektvariablen und Objekten, also von der Applikation mit ihren instanziierten Klassenmodulen und zugehöriger Hardware, flexibler zu gestalten. Nachträgliche Veränderungen dieser Zuordnung machen Änderungen der Software nur in sehr begrenztem Umfang notwendig. So werden die Zuordnungen in einer einfachen, leicht zu ändernden Tabelle abgelegt, die eigentliche Bindung erfolgt vollautomatisch.
Zusammen mit der oben beschriebenen Parallelisierung von Hardwaretests und Leitsysteminstallation vor Ort sowie der freien Konfigurierbarkeit der N-I/O-Einheiten via Software lässt sich der Bindevorgang weiter flexibilisieren. „Die Bindung kann z.B. schrittweise parallel zum Fortschritt der Hardwaretests erfolgen. Damit können wir uns optimal auf die Erfordernisse des jeweiligen Projekts einstellen“, beschreibt Schindler.
Künftig sollen weitere Automatisierungskomponenten in die AD-Suite eingebunden werden, so zunächst vorrangig die sicherheitsgerichtete Steuerung Prosafe RS und das netzwerkbasierte Steuerungssystem Stardom. So wird ein zentrales und dabei doch herstellerübergreifend einsetzbares Engineering-Werkzeug für die Automatisierung entstehen.
Änderungsmanagement inbegriffen
Das in der AD-Suite implementierte Änderungsmanagement erlaubt es, alle Änderungen im Zuge der Installation, aber auch später im Betrieb, komfortabel und sicher zu verwalten. Das ist z.B. bei einer hoch dynamischen Fahrweise mit häufigen Lastwechseln oder für Mehrzweckanlagen von Vorteil, die je nach Marktgegebenheiten flexibel eingesetzt oder betrieben werden. In solchen Fällen muss oft die Automatisierung immer wieder angepasst werden. „Das Management of Change (MOC)-Modul sorgt dafür, dass Workflows sicher eingehalten werden, dass nichts vergessen oder übersehen wird“, sagt Schindler.
Auch eine stets aktuelle Dokumentation des Automatisierungsstatus bietet die AD-Suite, was speziell im regulierten Bereich, etwa in der pharmazeutischen Industrie, unabdingbar ist.
* Der Autor ist Fachjournalist für Wirtschaft, Wissenschaft und Technik in Mülheim an der Ruhr.
(ID:43747850)