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Reinigungssystem

So funktioniert der neue aseptische Molch

| Autor/ Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Urs Hofer; Matthias Stettler, M.A. / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Ein neues System zur Reinigung von Prozessanlagen spart wertvolle Rohstoffe und Reinigungsmittel. Aseptische Molche erledigen die Arbeit – aufwändiges und kostenintensives Durchspülen der Anlagen gehört der Vergangenheit an.

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Den neuen aseptischen Molch gibt es in verschiedenen Größen.
Den neuen aseptischen Molch gibt es in verschiedenen Größen.
(BIld: Uresh)

An die Qualität und Reinheit von Produkten der Nahrungsmittel-, Kosmetik-, Chemie- und Pharmaindustrie werden immer höhere Anforderungen gestellt. Die klassischen Reinigungsabläufe in der Prozessindustrie sind aber noch wenig effektiv. Sie brauchen viel Wasser und Reinigungsmittel, um den hygienischen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei geht ein erheblicher Anteil der ausgeschwommenen Rohprodukte verloren. Die Restrohstoffe sind mit der Reinigungslauge und dem Wasser vermischt und müssen aufwändig entsorgt werden.

Das Unternehmen Uresh aus dem schweizerischen Biel-Benken (BL) bietet ein innovatives Konzept für die aseptische Reinigung von Prozessanlagen mittels Molchsystem (Pigging System). Das System besteht aus aseptischen Formkörpern (Molchen) sowie Sende- und Empfangsstationen. Die Molche werden mit Druckluft und nur minimalem (rund zehn Prozent des herkömmlichen) Wasser- und Reinigungsmitteleinsatz durch die Rohre gepresst und reinigen diese dabei. Durch die Geometrie der Molche und deren glatte Oberfläche werden Produktreste vollständig von den Rohrwänden abgestreift. Das System kann problemlos in bestehende Anlagen eingebaut werden.

Die Hygienevorschriften sehen vor, dass Rohrinnenflächen hygienisch sauber und keimfrei sind. Es dürfen weder Produktrückstände noch Reinigungsmittel vorhanden sein, die eine Cross Contamination mit anderen Produkten verursachen könnten. Das hinausgeschobene Produkt kann verlustfrei wieder verwendet werden, die Entsorgung entfällt. Eine Durchmischung von Produkten oder Rohstoffen mit Wasser oder Reinigungsmittel wird vermieden, der Prozess ist reproduzierbar, sicher und kann, entsprechend den gestiegenen behördlichen Auflagen, vollständig dokumentiert werden.

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