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Hightech trifft auf Tradition

Schwefelsäurebetrieb in Leverkusen feiert 125-jähriges Bestehen

| Redakteur: Alexander Stark

Er ist die traditionsreichste Produktionsanlage von Lanxess in Leverkusen und zugleich einer der modernsten seiner Art in Europa: der Schwefelsäurebetrieb. Hier werden seit 125 Jahren Chemikalien hergestellt. Gleichzeitig sind eine Produktionsstraße und neues Laborgebäude in Leverkusen kurz vor der Fertigstellung.

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Aktuelle Aufnahme des Schwefelsäurebetriebs mit historischer Fassade und modernen Anlagen.
Aktuelle Aufnahme des Schwefelsäurebetriebs mit historischer Fassade und modernen Anlagen.
(Bild: Lanxess)

Leverkusen – Passend zum 125-jährigen Jubiläum steht der jüngste Modernisierungsschritt der Produktionsanlage von Lanxess in Leverkusen kurz vor der Fertigstellung. Eine Produktionsstraße, durch die sich die Kapazität für chemisch reine Schwefelsäure vergrößert, und ein Laborgebäude mit moderner Infrastruktur werden in den kommenden Wochen in Betrieb genommen. Hierfür hat das Unternehmen insgesamt einen hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag investiert.

Vorstandsmitglied Hubert Fink bezeichnet den Schwefelsäurebetrieb als das Herzstück des anorganischen Produktionsnetzwerks seines Unternehmens in Leverkusen. Ohne diesen Betrieb wäre Chemie in Leverkusen in der Form, wie sie heute betrieben würde, nicht möglich, so Fink. Oberbürgermeister Uwe Richrath bestätigte, dass dieser Betrieb ein Impulsgeber für die Entwicklung der chemischen Industrie in seiner Stadt sei.

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Schwefelsäure ist heute genauso gefragt wie 1894 und kommt in innovativen Feldern zum Einsatz. Sie ist beispielsweise ein Vorprodukt für die Herstellung von Batterien im Bereich E-Mobilität und spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Computerchips. Aufgrund ihres hohen Reinheitsgrades ist die Schwefelsäure von Lanxess auch für die Produktion von Lebensmitteln zugelassen. Die anorganische Säure wird in extrem verdünnter Form als technischer Hilfsstoff und Zusatzstoff E 513 beispielsweise in Molkereien, etwa für die Herstellung von Käse, aber auch in Zuckerbetrieben sowie bei der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt. Im Endprodukt ist die Schwefelsäure in der Regel gar nicht mehr oder nur noch in geringen Spuren zu finden.

Die Geschichte des Schwefelsäurebetriebs von Lanxess begann 1894. Noch heute erinnert ein 36 Meter langer Teil der Gebäudefassade an die lange Historie des Betriebs – eine rote Backsteinwand, die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut worden ist. Beim Umbau des Betriebs im Jahr 2002 wurde diese Gebäudewand daher erhalten. 2013 erfolgte eine erneute Erweiterung. Jährlich produziert das Unternehmen hier bis zu 220.000 Tonnen 100-%ige Schwefelsäure.

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