Schiefergas in Europa Schiefergasvorkommen versprechen Wachstum für Pumpenmarkt

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Höhere politische Akzeptanz bezüglich der Erschließung von Schiefergasvorkommen und die wachsende Notwendigkeit der Energie-Selbstversorgung in den europäischen Ländern dürften laut Frost & Sullivan zu Wachstum im Pumpenmarkt führen.

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Die Marktforscher von Frost & Sullivan prognostizieren Pumpenherstellern ein zusätzliches Wachstum durch die Schiefergasförderung in Europa.
Die Marktforscher von Frost & Sullivan prognostizieren Pumpenherstellern ein zusätzliches Wachstum durch die Schiefergasförderung in Europa.
(Bild: WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung)

Frankfurt am Main – Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan erwirtschaftete der Europamarkt für Pumpen in der Schiefergasindustrie im Jahr 2012 einen Umsatz von 35,3 Millionen US-Dollar und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2017 auf 47,7 Millionen US-Dollar anwachsen.

Große Schiefergasvorkommen in ganz Europa und die wirtschaftlichen Vorteile seiner Erschließung fördern die Exploration“, sagt Industrial Automation and Process Control Research Analyst Niranjan Paul. „Das potenzielle Wachstum der Pumpenhersteller, die die regionale Schiefergasindustrie in den Fokus nehmen, variiert jedoch je nach Land.“

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Umweltverträglichkeitsstudien für jedes Schiefergasprojekt

Während Großbritannien, Ukraine und Polen sich an die Spitze der Schiefergasproduktion gesetzt haben, um ihren Energiebedarf zu decken und die Abhängigkeit von russischen Gasimporten zu verringern, wird die Industrie von der kontroversen Politik lokaler Regierungen in anderen Ländern in Mitleidenschaft gezogen. So haben beispielsweise Frankreich und die Niederlande ein Verbot zur Erschließung von Schiefergasvorkommen durchgesetzt, da die hydraulisch durchgeführten Abbrucharbeiten Erdbeben auslösen würden und das Trinkwasser verunreinigen könnten.

Obwohl Deutschland und Großbritannien Genehmigungen erteilt haben, steht die großflächige Erforschung noch aus, da die Machbarkeit der kommerziellen Schiefergasproduktion in Europa bezweifelt wird. So zog sich beispielsweise Exxon Mobil aus Polen zurück, nachdem das Anbohren von zwei Gasquellen keine Geschäftsmöglichkeiten erbracht hatte. In Deutschland und Österreich müssen Öl- und Gasunternehmen Umweltverträglichkeitsstudien für jedes Schiefergasprojekt durchführen, wodurch die Kosten erhöht und die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Schiefergaserschließung deutlich verringert werden.

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