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Schaufeltrockner Schaufeltrockner macht API-Verarbeitung sicherer

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Eine neue Trocknergeometrie ermöglicht die CIP-Reinigung von Schaufeltrocknern. Damit entfällt beim Chargenwechsel die zeitaufwändige Demontage des Rührwerkzeugs und die manuelle Reinigung. Positiver Nebeneffekt: Die Verarbeitung von APIs wird sicherer, da der Trockner vor der Öffnung von toxischen Stäuben gereinigt werden kann.

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Das neue Design des Schaufeltrockners soll die CIP-Reinigung verbessern.
Das neue Design des Schaufeltrockners soll die CIP-Reinigung verbessern.
(Bild: markoprezelj.com)

Die thermische Trocknung ist ein Kernprozess bei der Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe (API), der sehr häufig mit Kontakttrocknern durchgeführt wird. Diese Trockner zeichnen sich durch kurze Trocknungszeit aus, die auf die in Relation zum Trocknervolumen große Heizfläche zurückzuführen ist. Durch Trocknen unter Vakuum kann die Effizienz des Prozesses weiter erhöht werden.

Die in der pharmazeutischen Industrie am weitesten verbreitete Trocknergeometrie ist der Horizontalmischer, der jedoch schwierig zu reinigen ist, besonders wenn, wie bei der Verarbeitung von hochaktiven Wirkstoffen, ausschließlich geschlossene Reinigungsprozesse (in-line per CIP) notwendig sind.

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Ingenieure des Unternehmens Brinox haben deshalb eine neue, patentierte Trocknergeometrie entwickelt, die nicht mehr über die Gesamtlänge einheitlich rund ausgestaltet ist, sondern Profileinbuchtungen an der Oberfläche aufweist. Dieses neue Design hat großen Einfluss auf den Reinigungsprozess im Anschluss an das Trocknen, berührt aber nach Aussage des Unternehmens die Effizienz des Trocknungsprozesses der Maschine nicht.

Pneumatische CIP-Düsen

Im veränderten Profil des Gehäuses sind einfahrbare Düsen eingearbeitet. Sie sind (während des Trocknungsprozesses) ungenutzt verdeckt in der Achsenwand integriert und werden pneumatisch ausgefahren sobald der CIP-Prozess beginnt. Durch die Geometrie- anpassung kann das Schaufelwerkzeug auch während der Reinigung rotieren, ohne mit den ausgefahrenen Sprühköpfen zu kollidieren. Hierdurch soll der Reinigungsprozess schnell und extrem effizient werden.

Tests im Betrieb haben gezeigt, dass der CIP-Prozess so gründlich ist, dass nach der Reinigung keinerlei Produktrückstände im Trockner verbleiben und dadurch keine weiteren manuellen Reinigungsschritte, wie bei herkömmlichen horizontalen Schaufeltrocknern üblich, mehr notwendig sind.

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