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Neue Membrananlage eingeweiht

Sartorius weiht neue Membrananlage ein

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Gruppenfoto bei zur Einweihung der neuen Membrananlage: Prof. Dr. Arnold Picot, Aufsichtsratsvorsitzender Sartorius; David Mc Allister, Ministerpräsident Niedersachsen, Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender Sartorius (v.l.n.r.). (Bild: Sartorius)
Gruppenfoto bei zur Einweihung der neuen Membrananlage: Prof. Dr. Arnold Picot, Aufsichtsratsvorsitzender Sartorius; David Mc Allister, Ministerpräsident Niedersachsen, Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender Sartorius (v.l.n.r.). (Bild: Sartorius)

Der Technologiekonzern Sartorius hat an seinem Hauptsitz in Göttingen ein neues Produktionsgebäude für die Herstellung von Membranen eingeweiht.

Sartorius hat seinen Hauptsitz in Göttingen erweitert und für 25 Millionen Euro eine neue Membranfilterproduktion gebaut, die jetzt eingeweiht wurde. Mit einer Nutzfläche von 6000 Quadratmetern bietet der Neubau Platz für neue Anlagen zur Herstellung von Polyethersulfon-Membranen sowie Labore und Büroräume für mehr als 120 Mitarbeiter. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hob das positive Signal der Standortentscheidung hervor, nicht nur für Göttingen sondern für das gesamte Land Niedersachsen. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender von Sartorius lobte vor allem die straffe Projektdurchführung und die schnelle Bauzeit von nur einem Jahr. Auch er betonte die Bedeutung und die Verbundenheit des Konzerns von Göttingen als Zentrale – immerhin zwei Drittel seiner jährlichen Investitionssumme tätigt Sartorius vor Ort. Es habe aber durchaus Überlegungen gegeben, woanders zu investieren, etwa in Yauco, dem größten Standort für die Membranproduktion in Südamerika, der für die Belieferung des nordamerikanischen Marktes eine strategisch wichtige Bedeutung habe. Immerhin ein Drittel seines Umsatzes erziele Sartorius hier. Yauco verfüge über niedrige Löhne und eine niedrigere Steuerquote als Deutschland und könne deshalb mit niedrigeren Produktionskosten punkten. Die Mitarbeiter in Göttingen würden nun mit einer unentgeltlichen Arbeitsstunde pro Woche mit dazu beitragen diesen Standortvorteil in Teilen zu kompensieren, sagte Kreuzburg.

Nun steht im Erdgeschoss des fünstückigen Gebäudes eine zusätzliche Tiefziehmaschine, die 100 verschiedene Membrantypen mit 25 Porengrößen herstellen kann. Das Gebäude beherbergt nicht nur die neue Maschine sondern auch neue Labor- und Entwicklungsräume. Sartorius-Membrane werden zu Spezialfiltern verarbeitet, mit denen biopharmazeutische Medien steril filtriert oder Wirkstoffe aus Flüssigkeiten gewonnen werden können. Hauptkunden sind Unternehmen aus der Pharma- und Biotechindustrie, die diese Filter bei der Herstellung von Medikamenten in einer Vielzahl von Reinigungsschritten einsetzen.

Vor allem in der Einwegproduktion sieht Kreuzburg große Potenziale, denn „mittlerweile sind Kosteneinsparungen auch in der Pharmaproduktion ein zentrales Thema. Das war noch vor zehn Jahren anders.“ Und Einwegprodukte könnten einen wichtigen Beitrag leisten. „Alle Biopharmazeutischen Unternehmen arbeiten heute in der Prozessentwicklung mit Einweg.“ Kreuzburg ist überzeugt, dass der Einsatz von Einwegkomponenten auch in der Produktion weiter zunimmt.

Die Errichtung des neuen Membrangebäudes in Göttingen ist eines von drei größeren Bauinvestitionen, mit denen Sartorius momentan seine Kapazitäten ausweitet. Für die Belieferung des nordamerikanischen Marktes erweitert der Konzern den Standort Yauco in Puerto Rico. In Deutschland entsteht im nordhessischen Guxhagen eine neue Produktionsstätte für Bioreaktoren.

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