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Insulin-Pens

Sanofi-Aventis stärkt Standort Höchst durch neues Insulin-Pen-Werk

| Autor/ Redakteur: Dr. Beate Meichsner / Anke Geipel-Kern

Weltweit greifen immer mehr Diabetiker zu Insulin-Pens, um sich das lebensnotwendige Hormon zu verabreichen. Jetzt hat der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis in Frankfurt am Main sein neues Pen-Werk eingeweiht. Die Investitionssumme von 150 Millionen Euro und 500 neue Arbeitsplätze bis Ende 2009 sind ein deutliches Votum für den deutschen Standort.

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Die Etikettiermaschine kann bis zu 500 Pens pro Minute etikettieren. Dabei werden diese Etiketten online mit variablen Daten bedruckt. (Bilder: Sanofi-Aventis)
Die Etikettiermaschine kann bis zu 500 Pens pro Minute etikettieren. Dabei werden diese Etiketten online mit variablen Daten bedruckt. (Bilder: Sanofi-Aventis)
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf einer Fläche von fünf Fußballfeldern erstreckt sich das neue Werk von Sanofi-Aventis zur Herstellung von Insulin-Pens im Industriepark Höchst. Im März 2007 lief die Produktion an. Seitdem wurden bereits mehr als 125 Millionen Pens hergestellt. „In der Endausbaustufe sind eine Millionen Pens am Tag möglich“, sagt der Leiter des Werks Dr. Paul-Gerhard Kibat.

Seit Herbst 2008 ist etwa die Hälfte der Fläche mit Produktionslinien belegt. Hergestellt werden hier so genannte Einmal-Pens – also Pens, bei denen eine leere Insulinampulle nach Gebrauch zusammen mit dem Pen über den Hausmüll entsorgt werden. Im Schnitt reicht ein Insulin-Pen – je nach der Menge Insulin, die man spritzen muss – für zehn Tage bis vier Wochen.

Im Frankfurter Werk werden drei verschiedene Modelle von Pens hergestellt. Dazu stehen zwei grundsätzlich unterschiedliche Anlagentypen zur Verfügung. Zum einen sind es Hochgeschwindigkeitsanlagen, die mehr oder weniger auf ein Produkt festgelegt sind – sich also nur mit größeren Umbaumaßnahmen auf einen anderen Pen umstellen lassen. Zum anderen gibt es eine Reihe von hoch flexiblen Multi-Purpose-Anlagen, die zwar mit geringerer Geschwindigkeit laufen, dafür aber schnell auf die Produktion eines anderen Pens umstellbar sind.

Modularer Aufbau

Alle Produktionslinien setzen sich im Wesentlichen aus vier Modulen zusammen: Montage, Etikettierung, Verpackung und Endverpackung. Über ein fahrerloses vollautomatisches Transportsystem sind sie an das neue Hochregallager mit 15 000 Palettenplätzen angeschlossen.

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