Übernahme von Antibiotika-Marken Sandoz übernimmt Antibiotika-Geschäft von GSK

Redakteur: MA Alexander Stark

Die zu Novartis gehörende Geschäftseinheit, Sandoz, hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Cephalosporin-Antibiotika-Geschäfts von GSK unterzeichnet und will damit seine Position im Bereich Antibiotika ausbauen. Die Transaktion ergänzt die Aktivitäten bei generischen Penicillinen mit einer führenden Position bei Cephalosporinen - dem größten Antibiotikasegment nach weltweitem Umsatz.

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Sandoz hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Cephalosporin-Antibiotika-Geschäfts von GSK bekanntgegeben und stärkt damit seine weltweit Position im Bereich Antibiotika.
Sandoz hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Cephalosporin-Antibiotika-Geschäfts von GSK bekanntgegeben und stärkt damit seine weltweit Position im Bereich Antibiotika.
(Bild: Novartis)

Basel/Schweiz – Für einen Kaufbetrag von umgerechnet 289 Euro Millionen geht das Cephalosporin-Antibiotika-Geschäft von GSK an Sandoz. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen von bis zu 124 Millionen Euro, die den Bedingungen der Transaktion unterliegen. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2021 erwartet, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen einschließlich der behördlichen Genehmigungen. Im Jahr 2020 erzielten die drei Marken in den relevanten Märkten einen gemeinsamen Umsatz von rund 115,5 Millionen Euro. Die Vereinbarung umfasst die weltweiten Rechte an drei etablierten Marken (Zinnat, Zinacef und Fortum) in mehr als 100 Märkten. Davon ausgenommen sind die Rechte in den USA, Australien und Deutschland an bestimmten dieser Marken, die zuvor von GSK veräußert wurden, sowie in Indien, Pakistan, Ägypten, Japan (an bestimmten Marken) und China, die bei GSK verbleiben werden.

Im Einklang mit seiner integrierten Produktionsstrategie beabsichtigt Sandoz längerfristig, Zinnat an Standorten seines eigenen Netzwerks herzustellen, dessen globale Antibiotikaproduktion sich auf den Hauptproduktionsstandort in Kundl, Österreich, konzentriert. Sobald die Transaktion abgeschlossen ist, wird GSK Zinnat im Rahmen eines Herstellungs- und Liefervertrags (MSA) an den neuen Eigentümer liefern und gleichzeitig den Transfer der damit verbundenen Produktionsaktivitäten unterstützen. Das Unternehmen erwartet, dass dieser Prozess ab dem Abschluss der Transaktion etwa vier Jahre dauern wird.

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