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Rohstoffpreise Mai 2012 Rohstoffpreise bleiben weitgehend konstant

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Für den kommenden Monat prognostiziert die IKB Deutsche Industriebank weitgehend konstante Rohstoffpreise. Trotz der Wachstumsabschwächung in China und einem erwarteten Anstieg der Öl-Nachfrage bleiben größere Schwankungen bei den Rohstoffpreisen aus.

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Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs
Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank / Grafik: IKB )

Düsseldorf – Die Weltrohstoffpreise schwankten im Verlauf des April insgesamt etwas weniger. Die Sorgen über eine Konjunktureintrübung in Europa sowie eine Wachstumsabschwächung in China führten insgesamt zu einem Abbröckeln. Hinzu kam die zuletzt wieder etwas stärkere Furcht vor weiteren Finanzmarktturbulenzen im Euroraum.

Die Sorge um eine Aufweichung des Fiskalpaktes etwa infolge von möglichen Regierungswechseln in der Eurozone wirkte sich ebenfalls auf den Rohstoffmarkt aus. Selbst die Rohölpreise tendierten bei stabiler Nachfrage trotz aller geopolitischer Probleme leichter.

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Öl-Nachfrage steigt und Gas wird günstiger

Insgesamt wird für das laufende Quartal ein Nachfrageanstieg von gut einer Millionen Barrel Rohöl erwartet, wovon fast die Hälfte aus China resultiert. Auf der Angebotsseite wurden die Rückgänge der Förderung im Iran durch Zuwächse, vor allem in Libyen und Saudi-Arabien, kompensiert. Bis zu seinem Förderniveau von rund 1,6 Millionen Barrel pro Tag fehlen Libyen aber immer noch rund 250 000 Barrel, sodass hier bei einem weiteren Rückgang der iranischen Fördermenge im Verlauf des zweiten Quartals 2012 noch Reserven erschlossen werden können.

Versorgungsengpässe zeichnen sich auf jeden Fall derzeit nicht ab. Insgesamt erwartet die IKB Deutsche Industriebank auch bis zum Ende des zweiten Quartals 2012 eine Bewegung der Rohölpreise um 120 US-Dollar je Barrel Brent mit einer Bandbreite von plus minus zehn US-Dollar. Bei Erdgas setzt sich hingegen die Entspannung auf den internationalen Märkten weiter fort.

Der Wechselkurs des US-Dollar zum Euro dürfte sich laut IKB weiter in einem Band um 1,32 US-Dollar je Euro bewegen. Vor diesem Hintergrund erwartet die IKB keine größeren Entlastungen für das Preisniveau innerhalb der Eurozone.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Diagrammen in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

* Quelle: IKB Deutsche Industriebank

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