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Kunststoffverarbeitung im Reinraum Röchling investiert 50 Millionen Euro in neues Produktionsgebäude

| Redakteur: MA Alexander Stark

Der Kunststoffverarbeiter Röchling investiert 50 Millionen Euro in ein neues Produktionsgebäude und in Produktionsmittel am Standort in Neuhaus am Rennweg. Dabei handelt es sich um die bislang größte Investition in Gebäude und Maschinen des Unternehmens.

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Die Ehrengäste (v. l. n. r.), Alexander Stauch (Managing Director BU Medical Europe), Evelyn Thome (CFO Röchling Group), Joachim Lehmann (Director BU Medical Europe), Uta Kemmerich-Keil (Beirat Röchling-Gruppe), Martin Fischer (Werksleiter Röchling Medical Neuhaus) und Boris Fröhlich (President & CEO Röchling Medical) beim Spatenstich für den Neubau eines Produktionsgebäudes von Röchling Medical.
Die Ehrengäste (v. l. n. r.), Alexander Stauch (Managing Director BU Medical Europe), Evelyn Thome (CFO Röchling Group), Joachim Lehmann (Director BU Medical Europe), Uta Kemmerich-Keil (Beirat Röchling-Gruppe), Martin Fischer (Werksleiter Röchling Medical Neuhaus) und Boris Fröhlich (President & CEO Röchling Medical) beim Spatenstich für den Neubau eines Produktionsgebäudes von Röchling Medical.
(Bild: Michael Reichel / Röchling Medical)

Neuhaus am Rennweg – Mit einer 50 Millionen Euro umfassenden Investition stellt die Röchling-Gruppe die Weichen für das weitere Wachstum des Unternehmensbereichs Medical. Durch den Neubau in Neuhaus am Rennweg werden circa 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Im Anschluss an den kürzlich erfolgten Spatenstich begannen die Erdarbeiten für das Produktionsgebäude. Im kommenden Jahr ist der Baubeginn geplant, um im Jahr 2022 den Gebäude- und Reinraumausbau sowie den Einbau der technischen Gebäudeausstattung abschließen zu können. Die Inbetriebnahme soll im ersten Quartal 2023 erfolgen. Auf einer Gesamtfläche von 1850 Quadratmetern entsteht bis dahin ein Gebäude über vier Ebenen, das Platz für die benötigten Reinraumflächen für die Extrusionsblasfertigung schaffen soll. Herzstück des neuen Produktionsgebäudes wird das Obergeschoss mit einer rund 1700 Quadratmetern großen Reinraumproduktion GMP der Klassen C&D sein, davon rund 500 Quadratmeter im High Level Pharma GMP C-Standard.

Bei der Gebäudeauslegung soll mit besonderem Augenmerk auf Themen wie Automatisierung, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit (Erneuerbare Energien) geachtet werden. Neben den schon am Standort nach ISO 14001 zertifiziert vorhandenen Umweltstandards kommt im Neubau ein energieeffizientes Kältespeichersystem zum Einsatz, um nachhaltig Energieressourcen zu sparen und den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Bei diesem Konzept wird der für die Sprinkleranlage vorhandene Löschwassertank mit einem Volumen von circa 2000 Kubikmetern als Kältespeicher in der Nacht auf ein niedriges Temperaturniveau abgesenkt, um mit der gewonnenen Energie am nächsten Tag die Produktionslinien mit Kühlwasser zu versorgen.

Der gesamte interne Warenfluss der Produkte wird mittels eines autonom fahrenden Transport-systems realisiert, um die innerbetrieblichen Produktionsabläufe unter Reinraumbedingungen zu optimieren und um eine Kontaminierung der Produkte sowie der Transportmittel zu vermeiden. Das Endprodukt wird von der gesamten Prozesskette chargenrein und kontrolliert im gesamten Gebäude auf Basis der miteinander verknüpften Systeme koordiniert. So sollen die geforderten Ansprüche der Pharma- und Medizinindustrie in Bezug auf eine saubere und komplett überwachte Herstellung realisiert werden.

Bereits 2015 startete am Standort Neuhaus ein 35 Millionen Euro umfassendes Investitionsprojekt, bei dem unter anderem ein moderner Neubau errichtet wurde. Die Inbetriebnahme des Erweite-rungsbaus erfolgte im April 2018.

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