Großanlagenbau Rezepte für den Großanlagenbau von morgen

Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Anke Geipel-Kern

Mit modularem Engineering und standardisierten Baugruppen will der deutsche Großanlagenbau Kosten in den Griff bekommen – und den Angriff der Asiaten abwehren. Eine Studie beschäftigt sich mit den Konsequenzen und fragt wie gut die Unternehmen gerüstet sind.

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Die Grafik spricht eine eindeutige Sprache: Der gefühlte Druck aus Asien wächst.
Die Grafik spricht eine eindeutige Sprache: Der gefühlte Druck aus Asien wächst.
(Bild: VDMA)

Erst die Koreaner, jetzt die Chinesen – die Frage, wie der deutsche Großanlagenbau den asiatischen Wettbewerb in Schach halten kann, entwickelt sich für die Unternehmen ebenso zum Dauerbrenner, wie die Suche nach Rezepten.

Keine Frage, die Kosten müssen runter. Aber wie soll das gehen, in einem Hochpreisland und mit einem großen Anteil an personalintensiven Engineeringleistungen? Antworten suchte eine Umfrage des VDMA Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau (AGAB) und der Unternehmensberatung Maexpartners, für die 160 Manager aus der oberen Führungsetage des deutschen Großanlagenbaus Rede und Antwort standen.

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Die Ergebnisse konnten nicht wirklich überraschen, wohl aber die aus dem Umfrageresumee abzulesende Erkenntnis: Über Modularisierung und Standardisierung sprechen deutsche Großanlagenbauer zwar schon lange gesprochen, in der praktischen Umsetzung hapert es aber immer noch gewaltig. Was erstaunlich ist, schließlich sind die Themen schon seit mindestens zehn Jahren auf der Tagesordnung und alle Befragten erwarten hier die größten Skaleneffekte.

Auf immerhin zehn Prozent um die sich das Geschäftsergebnis verbessern könnte, summieren sich die laut Umfrage die Effekte– also bezogen auf das Jahresergebnis eines erfolgreichen Großanlagenbauers eine Summe, bei der man schon ins Grübeln kommen kann.

Vieles ist noch nicht ausgeschöpft

Noch mehr drin ist offenbar auch beim Engineering. Durch eine konsequente Modularisierung während der Planung erwarten die Befragten Einsparungen von 15 Prozent. Auch die Kosten durch Fehler und Gewährleistungsansprüche könnten um immerhin 23 Prozent sinken – und dass allein durch eine Modularisierungsstrategie, die auf Baureihen auf Baugruppen- und Maschinenebene basiert.

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