Pneumatischer Armaturen-Antrieb Regelbarer pneumatischer Armaturen-Antrieb – Prototyp für die Ex-Zone

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im Rahmen eines Kooperations-entwicklungsprojektes kamen die drei Unternehmen ASK Antriebssysteme + Komponenten, Technikon Engineering sowie Laudenbach Formtechnik zusammen. Das Ergebnis: Der Prototyp eines regelbaren pneumatischen Armaturen-Antriebs, der sich besonders für explosions- oder stromgeschützte Bereiche eignet.

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Der Armaturenantrieb eignet sich besonders für Ex-Zonen, da keinerlei elektrische Zuleitungen notwendig sind, alle Parameter können pneumatisch geregelt werden.
Der Armaturenantrieb eignet sich besonders für Ex-Zonen, da keinerlei elektrische Zuleitungen notwendig sind, alle Parameter können pneumatisch geregelt werden.
(Bild: Valvarance)

Auf der Valve World Expo war es nach langer Entwicklungsphase so weit, das Firmenkonsortium hat seine Neuentwicklung präsentiert, einen regelbaren pneumatischen Antrieb für Industriearmaturen – die Marke Valvarance war geboren.

Der Name Valvarance ist eine Wortschöpfung aus Valve und Variance und definiert die Funktion des Antriebssystems: Aktuation von Industriearmaturen, insbesondere im explosions- oder stromgeschützten Bereich (Gas, Öl, Wasser, Abwasser) aber auch generell als Ersatz für elektrische Antriebe. Das Prinzip besteht aus drei Einheiten:

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  • Pneumatischer Motor
  • Pneumatisch schaltbares Wendegetriebe
  • Pneumatische (oder bei Bedarf elektrische) Steuerung der Zylindertaktfolge

Motor des Armaturen-Antriebs

Auf der Antriebswelle sind mehrere Freilaufkupplungen angeordnet, die über Pleuelstangen von je einem doppeltwirkenden Pneumatikzylinder in eine festgelegte Rotationsrichtung bewegt werden. Die Angriffspunkte an den Freiläufen sind so gelegt, dass ein gleichmäßiger Rundlauf des Antriebes gewährleistet ist. Durch die konstruktiven Freiheiten des Systems (Anzahl und Dimensionierung der Zylinder, Angriffspunkt am Freilauf, Material) ist die Auslegung hinsichtlich Drehmoment und Drehzahl nahezu unbegrenzt gestaltbar. Kleinstmotoren in Kunststoffversion bis zu Großantrieben in Aluminium oder Stahl können hergestellt werden.

Ein rein pneumatisches Taktfolgeventil sorgt dafür, dass die Antriebszylinder in rhythmischem, überlagertem Takt ein- und ausfahren. Durch die Überlagerung wird eine harmonische und gleichförmige Drehbewegung erreicht. Die Variation der Drehzahl erfolgt durch einfaches Begrenzen des Zylinderhubs (geringer Hub = kleine Drehzahl; maximaler Hub = maximale Drehzahl) über einen steuerbaren Anschlag, dessen Position unter Last variiert wird. Die Ansteuerung des Anschlages erfolgt ebenso pneumatisch.

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