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Düngemittelanlagen

Poleposition für die USA

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Düngemittelindustrie könnten goldene Zeiten bevorstehen: Amerikanisches Schiefergas, explodierende Bevölkerungszahlen und der Klimawandel befördern die Nachfrage nach Kunstdünger. PROCESS fasst für Sie die weltweiten Anlagenbauprojekte das Jahres 2014 aus der Projektdatenbank GROAB zusammen und blickt in die Zukunft der Düngemittelindustrie.

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Zahl der Düngemittelanlagenbauprojekte nach Kontinent, die im Jahr 2014 in Auftrag gegeben wurden, mit angesetzter Investitionssumme und geplanter Produktionskapazität.
Zahl der Düngemittelanlagenbauprojekte nach Kontinent, die im Jahr 2014 in Auftrag gegeben wurden, mit angesetzter Investitionssumme und geplanter Produktionskapazität.
(Quelle: PROCESS / © Artco; © JWMD; © bigedou - Fotolia.com)

Anlagenbauer und Komponentenzulieferer reiben sich die Hände: Besonders in den USA wächst und gedeiht – dank günstiger Gaspreise – die Düngemittelindustrie. Aber auch Europa, Afrika und Asien wollen von der stetig steigenden Nachfrage profitieren.

Obwohl Landwirte die Wirkstoffe immer gezielter und sparsamer ausbringen, steigt sogar in Europa der Verbrauch. Die Experten von Ceresana prognostizieren dem europäischen Markt bis zum Jahr 2021 einen durchschnittlichen Anstieg des Verbrauchs von jährlich 1,5 %. Folglich erwarten die Marktforscher von Statista konstantes Umsatzwachstum für die Branche. Von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 steigt der Umsatz in Deutschland laut ihrer Voraussage auf 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2018.

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Für den Umsatz in den USA sehen die Marktforscher ein Wachstum der Branche zur Herstellung von phosphathaltigen Düngemitteln auf 12,3 Milliarden Dollar im Jahr 2018. Bei stickstoffhaltigen Düngemitteln erwarten sie im selben Zeitraum einen Anstieg auf 10,25 Milliarden Dollar.

Paukenschlag in den USA

In den Staaten sorgte CHS letztes Jahr für einen Paukenschlag. Die amerikanische Agrarwirtschafts-Kooperative macht Ernst und setzt ihren Plan um, groß ins Düngemittelgeschäft zu investieren. Im Spiritwood Energy Park, nördlich von Jamestown, North Dakota, wird eine World-Scale-Ammoniakanlage entstehen. Die Drei-Milliarden-Dollar-Investition soll ab 2018 täglich über 2400 Tonnen Ammoniak für die Düngemittelfertigung produzieren. Diese Großanlage wird nicht die letzte sein. Falls die dramatisch sinkenden Ölpreise die Schiefergasförderung nicht völlig unrentabel werden lassen, werden auch in Zukunft weitere neue Düngemittelanlagen – speziell in den USA – aus dem Boden sprießen.

Interessieren Sie sich für Anlagenbauprojekte weltweit? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Online-Datenbank GROAB und bleiben Sie ständig auf dem Laufenden.

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