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Pneumatische Impulsmischung als Alternative zu mechanischen Rührwerken

| Autor / Redakteur: Thomas Uhl / Manja Wühr

In Göteborg/Schweden werden 13 Rohöltanks per Druckluft gemischt. Klar erkennbar sind hier die blauen Versorgungsleitungen, die aufs Dach eines jeden Tanks führen. Von dort wird über Impfventile in einem speziellen Gehäuse die Druckluft zu den am Tankboden befindlichen Akkumulatorplatten geführt.
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In Göteborg/Schweden werden 13 Rohöltanks per Druckluft gemischt. Klar erkennbar sind hier die blauen Versorgungsleitungen, die aufs Dach eines jeden Tanks führen. Von dort wird über Impfventile in einem speziellen Gehäuse die Druckluft zu den am Tankboden befindlichen Akkumulatorplatten geführt. (Bild: MPT)

Viele Prozessmedien müssen immer wieder durchmischt werden, manche sogar rund um die Uhr. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Zuverlässigkeit des Mischorgans. Im Vergleich zu mechanischen Rührwerken ist die pneumatische Impulsmischung klar im Vorteil, weil sie ohne bewegliche Teile im Tank auskommt. Und auch die laufenden Betriebskosten sind hier oft erheblich geringer.

Vor knapp 30 Jahren stand ein Ingenieur aus Seattle/USA vor der Aufgabe, Lachseier schonend, aber wirksam in großen Becken zu mischen. Er wusste, dass mechanische Mischer die zerbrechlichen Eier zerquetschen würden.

Seine Lösung: Pressluft sollte impulsartig am Boden des Beckens eingelassen werden und somit große Blasen erzeugen. Und tatsächlich: Während die Blasen nach oben stiegen, mischten sie die Eier in der Flüssigkeit so sanft, dass diese nicht beschädigt wurden.

Der Ingenieur, Dick Parks, ließ dieses Verfahren weltweit mehrfach patentieren, und seine Firma, Pulsair, liefert heute pneumatische Mischer rund um den Globus, um damit Treibstoffe, Schmiermittel, Nahrungsmittel, Wein, Farben, Abwasser und unzählige weitere Flüssigkeiten zu mischen.

Keine Mechnik im Tank

Viele industrielle Mischanwendungen laufen 24 Stunden am Tag an sieben Tagen die Woche. Ausfälle können deswegen sehr teuer werden – nicht nur wegen der Kosten für Teile und Reparaturarbeiten, sondern auch besonders wegen der Tankentleerung. Denn das bedeutet längere Stilllegungszeit und möglicherweise sogar Produktverlust.

Wichtiger Vorteil des Pulsair-Mischverfahrens gegenüber anderen Mischtechniken: Im Tankinneren befinden keine beweglichen Teile, die brechen könnten. Dies könnte einen Prozessstillstand zur Folge haben und dazu führen, dass der Behälter entleert werden muss. In der Tat sind die einzigen Teile im Tank Druckluftleitungen und flache Scheiben, die so genannten Akkumulatorplatten, aus denen die Luftblasen emporsteigen. Nur außerhalb des Tanks befinden sich bewegliche Teile, so wie die Logikrelais im Steuergerät für die Luftimpulse und die Impfventile, die in Richtung des Tanks führen. Für den Betrieb wird natürlich noch ein Kompressor benötigt.

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