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Funktionale Sicherheit (SIL)

PLT-Schutzeinrichtungen überprüfen: So geht’s einfach sicher

| Autor / Redakteur: Peter Dietrich / Dr. Jörg Kempf

Online verfügbare Auswahlhilfen und SIL-Dokumentationen vereinfachen die Suche nach dem Messgerät passend zur Anforderung.
Online verfügbare Auswahlhilfen und SIL-Dokumentationen vereinfachen die Suche nach dem Messgerät passend zur Anforderung. (Bild: Endress+Hauser)

Die notwendige regelmäßige Überprüfung von PLT-Schutzeinrichtungen ist zeit- und kostenintensiv und senkt die Anlagenverfügbarkeit. Häufig sind Ausfallursachen bei Sicherheitseinrichtungen systematischer Natur und werden bereits während der Spezifikation, Geräteauswahl, Montage oder Inbetriebnahme „eingebaut“ – das muss nicht sein.

In den letzten Jahren ist der Anteil von PLT-Schutzeinrichtungen in der chemischen Industrie stetig gestiegen: auf heute fast 15 %. Ihre Aufgabe ist es, das Risiko der Prozesse zu minimieren, von denen Gefahren für Mensch, Umwelt und Sachwerten ausgehen können. In den relevanten Normen und Empfehlungen werden die Anforderungen beim Einsatz von PLT-Schutzeinrichtungen an den Betreiber, aber auch an die Hersteller von Messtechnik, beschrieben. Zentrales Thema ist die Vermeidung systematischer Fehler, damit ein mögliches Restrisiko auf ein Minimum reduziert werden kann.

Endress+Hauser hat neben der konsequenten Umsetzung der Geräteentwicklung gemäß IEC 61508 diese Anforderungen in seine Entwicklungsstandards integriert. Ob Impact Analyse, FMEDA oder Safe Failure Fraction – die „People for Process Automation“ entwickeln ihre Messgeräte gemäß den erforderlichen Prozessen und Prüfungen. Unabhängige Prüfstellen wie der TÜV sichern die Qualität und Zuverlässigkeit der Geräte, die sich aus diesen standardisierten Produktionsprozessen ergeben. Sie überwachen die Umsetzung der Richtlinien und bescheinigen die ermittelten Kennwerte zum Einsatz der Geräte in SIL-Schutzeinrichtungen.

Verkürzte Betriebsbewährungsphase

Die NE130 definiert für Geräte in PLT-Schutzeinrichtungen eine erforderliche Betriebsbewährungsphase von einem Jahr. In diesem Jahr muss das Gerät in mindestens zehn relevanten Anwendungen und 1000 Betriebsstunden fehlerfrei funktionieren. Die Verwendung von nach IEC 61508 entwickelten Geräten lohnt sich auch hier, weil bei diesen Geräten eine nach NE130 verkürzte Betriebsbewährungsphase von nur sechs Monaten ausreichend ist. Zudem ist, ebenfalls gemäß NE130, nach einem Software-Update bei nach IEC 61508 entwickelten Geräten keine erneute Betriebsbewährungsphase mehr notwendig.

Bereits in der Planungsphase von PLT-Schutzeinrichtungen können geeignete Werkzeuge und gute Konzepte helfen, systematische Fehler zu vermeiden. Die Auswahl der geeigneten Messtechnologie und die korrekte Geräteauslegung bzw. spätere Parametrierung, sind entscheidend für eine zuverlässige und sichere Funktion der PLT-
Schutzeinrichtungen.

Sichere Geräteauswahl und Dokumentation

Zunächst muss für die jeweilige Messaufgabe die geeignete Technologie ermittelt werden. Hier bieten Tools für eine sichere Auswahl und Auslegung der Geräte eine gute Hilfestellung: so z.B. der „Applicator“ für das umfangreiche SIL-Messgerät-Produktprogramm von Endress+Hauser. Er führt mit wenigen Clicks zum optimalen Messgerät für nahezu jeden Anwendungsfall. Die einheitliche SIL-Dokumentation zu den Geräten spezifiziert alle relevanten Sicherheitskennwerte und definiert die jeweiligen Einsatzbedingungen der Geräte in Schutzeinrichtungen. Damit sind alle relevanten Daten zur Instrumentierung und Berechnung der Schutzeinrichtung schnell zur Hand.

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