Anbieter zum Thema
Inbetriebnahme und Verriegelung
Für SIL-Schutzeinrichtungen und Standard-Betriebsmessungen kommen die gleichen Geräte mit identischer Hard- und Software zum Einsatz. In Schutzeinrichtungen wird jedoch bei der Inbetriebnahme zusätzlich die SIL-Sequenz im Gerät aktiviert. Dabei werden alle Parameter auf die für die Schutzeinrichtung korrekten Voreinstellungen gesetzt. Beim Durchlaufen der Sequenz werden alle Einstellungen geprüft und durch den Inbetriebnehmer bestätigt.
Die SIL-Sequenz hilft dem Anwender, mögliche systematische Fehler bei der Parametrierung zu vermeiden – beispielsweise:
- langsame Reaktionszeit aufgrund einer zu hohen Dämpfung des Messwertes,
- versehentlicher Betrieb im Simulationsmode,
- unerwünschter Offset auf dem Messwert,
- falsche Alarmierung bei Gerätedefekt oder
- zu frühe Alarme bei Prozesseinflüssen.
Damit sind eine fehlerfreie Geräteeinstellung und eine sichere Funktion der Schutzeinrichtung garantiert.
Die SIL-Sequenz wird mit der Aktivierung der Verriegelung abgeschlossen. Außerdem hat der Anwender die Möglichkeit, die Geräte mit einem individuellen Kundencode vor Fremdzugriff zu schützen. Darüber hinaus blockiert der Hardware-Schreibschutzschalter den Zugriff über jegliche Bedien- und Kommunikationsschnittstellen und verhindert so einen unbefugten Zugriff.
Eindeutige Gerätediagnose nach NE107
Durch Selbstüberwachung können Feldgeräte Informationen über ihren Zustand liefern. Die wichtigste Funktion der Selbstüberwachung durch Gerätediagnose ist, gefährliche Gerätefehler, die zum Ausfall der Schutzeinrichtung führen können, sicher zu erkennen. Mithilfe der erzeugten Alarme soll die Anlage in den sicheren Zustand gebracht werden.
(ID:43591160)