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Erweiterung des Portfolios für seltene Krankheiten Pfizer erwirbt das Biotech-Unternehmen Therachon

| Redakteur: Alexander Stark

Pfizer hat eine endgültige Vereinbarung über den Erwerb aller Aktien von Therachon unterzeichnet, einem privaten Biotechnologieunternehmen, das sich auf seltene Krankheiten konzentriert. Im Rahmen der Vereinbarung wird das US-Unternehmen 304 Millionen Euro im Voraus bezahlen, weitere 420 Millionen Euro sind an Bedingungen geknüpft.

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Pfizer wird Therachon für 304 Millionen Euro im Voraus erwerben, weitere 420 Millionen Euro sind von der Realisierung wichtiger Entwicklungen abhängig.
Pfizer wird Therachon für 304 Millionen Euro im Voraus erwerben, weitere 420 Millionen Euro sind von der Realisierung wichtiger Entwicklungen abhängig.
(Bild: Therachon)

New York/USA - Mit der Übernahme von Therachon ergänzt Pfizer sein bestehendes Forschungsportfolio im Bereich seltener Krankheiten wie der Achondroplasie. Aus diesem Grund knüpft der Konzern für die Übernahme zusätzliche Bedingung an das Erreichen wichtiger Entwicklung und die Vermarktung von TA-46. Der Wirkstoff soll zur Behandlung der Achondroplasie eingesetzt werden, einer erblich bedingten Erkrankung bei der vor allem Oberarm- und Oberschenkelknochen verkürzt sind. Achondroplasie kann bei rund 250.000 Menschen weltweit zu schweren kardiovaskulären, neurologischen und metabolischen Komplikationen führen. Derzeit gibt es keine zugelassenen Behandlungen für die Achondroplasie.

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Therachon entwickelt TA-46 als wöchentlich verabreichte subkutane Injektion für Kinder und Jugendliche, die mit der Krankheit leben. TA-46 hat die Phase 1 abgeschlossen und die Orphan Drug Designation von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der US Food and Drug Administration (FDA) erhalten.

Vor dem Abschluss der Transaktion wird Therachon sein Entwicklungsprogramm für Apraglutid in ein separates, unabhängiges Unternehmen ausgliedern. Apraglutid befindet sich in der Phase 2-Entwicklung und wird beim Kurzdarmsyndrom verabreicht. Pfizer Ventures, die Risikokapitalgesellschaft der Pfizer Inc., hält derzeit eine Minderheitsbeteiligung und wird weiterhin eine Beteiligung an der neuen Gesellschaft halten.

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