Hamburg (dpa/lno) *16:31 Uhr – Feuerwehreinsatz an der Uni Hamburg – Mann mit Verätzungen in Klinik
An der Universität Hamburg ist ein Mann von einer ausgelaufenen, ätzenden Flüssigkeit verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte er versucht, ein Gefäß mit Brom zu verschließen und dabei ist etwas von der Chemikalie ausgelaufen, wie ein Feuerwehrsprecher am Dienstag sagte. Dabei seien Spritzer der Flüssigkeit auf seine Hand getropft. Die Feuerwehr war zunächst mit einem größeren Team angerückt und die Experten hatten beim Betreten des Institutes für Pharmazie auch Schutzkleidung getragen. «Bei solchen Einsätzen fahren wir natürlich mit großem Gedeck. Denn wir wissen ja nicht genau, was uns erwartet und wir müssen auch die Kollegen schützen», sagte der Sprecher weiter.
Dem Mann sei schließlich ein Gegengift verabreicht worden, um die Flüssigkeit zu neutralisieren. Anschließend brachte der Rettungsdienst den Verletzten ins Krankenhaus. Brom ist eine schwere, rotbraune Flüssigkeit, die sehr ätzend und giftig ist. Sie kann auch die Atemwege reizen.
München (dpa/lby) *14:17 Uhr – Strom für Chemiedreieck: Aiwanger will kommunalen Einfluss auf Windkraft im Staatswald mindern
Nach den Erfahrungen aus dem Raum Altötting will Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die Voraussetzungen für den Bau von Windrädern auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten ändern. Die Verpflichtung zur Beteiligung von Kommunen müsse so abgeändert werden, dass Bürgerinitiativen mithilfe von Bürgerbegehren nicht mehr bereits laufende Planungen torpedieren könnten, sagte Aiwanger am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.
Derzeit würden in diese Richtung Gespräche geführt, sagte Aiwanger. Die «engste Abstimmung mit den betroffenen Kommunen» solle zwar aufrechterhalten werden. Die zwingende Zustimmung der angrenzenden Kommune für den Bau von Windkraftprojekten im Staatswald müsse aber überdacht werden, weil diese Zustimmung durch Bürgerbegehren gekippt werden kann.
«Wir können nicht auf staatlichen Flächen hinter dem zurückbleiben, was wir von Privaten erwarten», sagte Aiwanger. Wenn Investoren befürchten müssten, ihre jahrelangen Planungen auf staatlichen Flächen würden durch Bürgerbegehren nichtig gemacht, bestehe die Gefahr, dass Investoren staatliche Flächen meiden.
Im Chemiedreieck um Altötting sollte ein Windpark mit 40 Anlagen entstehen. In der Gemeinde Mehring hatten sich die Bürger gegen den Bau von Windrädern ausgesprochen. Erst am vergangenen Sonntag hatten sich die Bürger der Gemeinde Markt dafür ausgesprochen - allerdings erst, nachdem Aiwanger die Initiative ergriffen und in Gesprächen mit den Beteiligten Nachbesserungen an der Konzeption ermöglicht hatte.«Der Erfolg in Markt war ein Sieg der Vernunft», sagte Aiwanger.
Aktuell wird in der Region um Altötting noch mit dem Bau von 27 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 194 Megawatt geplant. Der erzeugte Strom soll unter anderem zur Versorgung der in der Gegend ansässigen Chemiewerke beitragen.
Darmstadt (dpa/lhe) *14:01 Uhr – Merck investiert in Darmstadt in neues Gebäude für Qualitätskontrolle
Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck investiert an seinem Hauptsitz in Darmstadt 62 Millionen Euro in die Qualitätskontrolle des Unternehmensbereichs Life Science. Die Fertigstellung des fast 10.000 Quadratmeter großen Neubaus, in dem etwa 135 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen zusammenarbeiten sollen, ist für Mitte 2025 geplant, wie Merck am Dienstag mitteilte.
Während der Qualitätskontrolle werden die Produkte auf ihre Reinheit geprüft, so dass unerwünschte Substanzen erkannt und entfernt werden können. Zum Bereich Life Science zählen unter anderem Produkte für die Pharmaforschung.
«Unser neues Gebäude für die Qualitätskontrolle verdeutlicht einmal mehr unseren Anspruch, unseren Kunden und deren Patienten nur die hochwertigsten und sichersten Produkte zu liefern», sagte Robert Nass, Manager bei Merck Life Science. Der Neubau ist Teil eines Investitionsprogramms von Merck, das rund 1,5 Milliarden Euro für den Standort Darmstadt bis 2025 umfasst.
Stand: 08.12.2025
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Stakeholder der Luftfahrt ziehen nach der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin grundsätzlich eine positive Bilanz. Es sei gelungen, die noch notwendigen, insbesondere regulatorischen Voraussetzungen für den Produktionshochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF) gegenüber der Bundesregierung zu verdeutlichen.
Nun komme es auf eine rasche Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen an. Darauf weisen die Initiative aireg und der en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie hin.
Vom kommenden Jahr an gilt eine Zwei-Prozent-Beimischungsvorgabe der EU für SAF. Diese kann zunächst durch den Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe aus biogenen Abfall- und Reststoffen erfüllt werden. Ab 2030 fordert die EU eine zunehmende Beimischung von eSAF, also von Energieträgern, die durch den Einsatz erneuerbaren Stroms mittels Power-to-Liquid (PtL)-Verfahren erzeugt werden. Gerade hierfür müssen unverzüglich Investitionsentscheidungen getroffen und Produktionskapazitäten aufgebaut werden, was bislang nicht der Fall ist.
"Wir haben deutlich gemacht, woran das liegt", so en2x-Hauptgeschäftsführer Prof. Christian Küchen. Bislang seien die Rahmenbedingungen noch nicht ausreichend, um die notwendigen Investitionen auszulösen. "Quoten allein genügen nicht. Notwendig sind Instrumente, die die notwendigen Investitionen verlässlich absichern, wie etwa langfristig orientierte öffentliche Ausschreibungen, beispielsweise finanziert aus einem sektorspezifischen Umlagesystem. Ergänzend sollten De-Risking-Instrumente den Zugang von privatem Kapital erleichtern." Wichtig seien zudem international einheitliche Standards und Energiepartnerschaften für den Import - insbesondere von nachhaltigen Vorprodukten wie Methanol und synthetischem Rohöl. "Damit kann die Wertschöpfung in Deutschland und Europa gehalten werden - aufbauend auf einer bereits existierenden Infrastruktur."
Melanie Form, aireg-Geschäftsführerin: "Wir haben die ILA genutzt, um auf die große Bedeutung von SAF für den wichtigen Beitrag der Luftfahrt zur Senkung der Treibhausgasemissionen aufmerksam zu machen. Dabei konnten wir gemeinsam mit unseren Ausstellungspartnern auf unserem aireg-Gemeinschaftsstand in Panels und Gesprächen deutlich machen, dass Deutschland eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Skalierung der neuen Antriebsenergie spielen kann und sollte. Die SAF-Produktion ist eine Chance für den Klimaschutz und unseren Wirtschaftsstandort." Der aireg-Stand wurde während der Messe von vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besucht. Darunter waren Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sowie Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr. Entscheidend sei es, so Form und Küchen, dass die Politik jetzt handelt und für entsprechende Voraussetzungen zur SAF-Produktion sorgt, damit die gesetzten Ziele auch erreicht werden.