Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Deutschland darf rund drei Milliarden in Wasserstoffnetz investieren

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06.06.2024

München (dpa) *13:27 Uhr – Ifo: In der chemischen Industrie kehrt der Optimismus zurück

Die Stimmung in der deutschen Chemiebranche hat sich deutlich aufgehellt. Der dazugehörige Index des Ifo-Instituts sprang im Mai um 11 Punkte nach oben, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Donnerstag mitteilten. Zudem liegt er mit 5,8 Punkten erstmals wieder im Plus, seit er im Frühjahr 2022 im Zuge des Ukrainekrieges abgestürzt war. Die Unternehmen beurteilten im Mai sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Zukunftserwartungen positiver. «Die Zuversicht der deutschen Chemiebranche kehrt zurück», sagte Ifo-Expertin Anna Wolf. Ein Anstieg um elf Punkte sei «erheblich», zudem sei es bereits die dritte Verbesserung in Folge.

Als Grund für den Aufschwung sieht man beim Ifo eine anziehende Nachfrage und besser gefüllte Auftragsbücher – wenngleich noch auf niedrigem Niveau. Für die nächsten Monate planten die ersten Firmen auch mit steigenden Verkaufspreisen. Zudem habe auch die Stabilisierung bei den Energie- und Rohstoffpreisen zum Anziehen der Chemiekonjunktur beigetragen, sagte Wolf, ebenso wie der Rückgang der Inflation, positive Exporterwartungen und die allgemeine konjunkturelle Erholung. «Die Verluste der Vorjahre sind allerdings noch nicht wettgemacht», betonte Wolf. Die Mehrheit der Unternehmen habe «immer noch mit einer kaum befriedigenden bis schlechten Ertragslage zu kämpfen».

Moskau (dpa) *08:35 Uhr – Ukrainischer Drohnenangriff auf russische Raffinerie

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat eine Raffinerie in Südrussland beschädigt. Der Gouverneur des russischen Gebietes Rostow, Wassili Golubjew, bestätigte am Donnerstag den Angriff auf die Anlage in der Stadt Nowoschachtinsk. Seinen Angaben nach brach auf 50 Quadratmetern ein Feuer aus. Niemand sei verletzt worden. In sozialen Netzwerken wurden in der Nacht indes Videos veröffentlicht, die auf einen größeren Brand schließen ließen. Russische Telegramkanäle berichteten, Anwohner hätten den Einsatz von Flugabwehr wahrgenommen und Explosionen gehört.

Die Raffinerie von Nowoschachtinsk, die dicht an der ukrainischen Grenze liegt, war im April schon einmal aus der Luft angegriffen worden. Die Ukraine setzt seit mehreren Monaten Drohnen mit geringer Sprengladung, aber großer Reichweite gezielt gegen die russische Benzinproduktion ein. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners beeinträchtigt werden. Ein weiteres Ziel in der Nacht auf Donnerstag war nach russischen Angaben ein Treibstofflager im Gebiet Belgorod.

Die Ukraine wurde nach Kiewer Militärangaben in der Nacht mit 18 russischen Kampfdrohnen und zwei Iskander-Raketen angegriffen. 17 Drohnen seien abgeschossen worden. Die zwei ballistischen Raketen Iskander-M zielten demnach auf das südukrainische Gebiet Dnipropetrowsk. Angaben zu Schäden wurden von Militärseite nicht gemacht. Die Ukraine wehrt seit mehr als zwei Jahren eine großangelegte russische Invasion ab.

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