Grüner Wasserstoff Norwegen steigt in großem Stil in die Elektrolyseur-Produktion ein

Von Dominik Stephan

Wunderstoff der Defossilierung: Grüner Wasserstoff ist für Industrie, Verkehr und Energiewirtschaft begehrt. Doch zur Produktion des Gases braucht es Elektrolyseure in immer größeren Stückzahlen und Kapazitäten. Kein Wunder, dass in Norwegen eine der ersten vollautomatischen Elektrolyseur-Produktionsanlagen der Welt in Betrieb geht, setzt das Land doch große Hoffnungen in das leichte Gas.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Oslo/Norwegen – Es ist noch ein weiter Weg: Derzeit macht "grüner" Wasserstoff, der per Elektrolyse aus regenerativen Energien gewonnen wird, nur ein Prozent des gesamten weltweiten Wasserstoffverbrauchs für Industrie und Mobilität aus. Damit dieser Anteil stetig in Richtung 100 Prozent steigt, braucht es große, leistungsstarke und günstige Elektrolyseure - und die sind nur durch Skaleneffekte zu haben, meinen Branchenkenner. Mit den in Folge sinkenden Kosten für grünen Wasserstoff könnten überdies neue Anwendungsbereiche erschlossen werden, in denen grüner Wasserstoff die beste oder einzige Option für die Dekarbonisierung darstellt.

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Das Geheimnis sind Hochskalierung und Automatisierung, die die Stückkosten der Elektrodenproduktion wie nie zuvor senken, glaubt das norwegische Unternehmen Nel. Das Ziel: Grünen, regenerativen Wasserstoff bis 2025 so billig oder billiger in der Herstellung wie erdgasbasierten Wasserstoff zu machen. Dafür nehmen die Norweger eine der weltweit ersten vollautomatischen Elektrolyseur-Produktionsanlagen auf der Halbinsel Herøya in Betrieb.

Nel untermauert damit den Anspruch, grünen Wasserstoff zu 1,5 US-Dollar/kg zu liefern - doch dafür müsste der Investitionsaufwand auf ein Viertel des heutigen Niveaus gesenkt werden, erklären die Wasserstoff-Spezialisten: „Die Hälfte der erforderlichen Einsparungen wird durch Hochskalierung und Effizienzsteigerung in der Produktion erzielt. Der Rest ergibt sich aus den Größenvorteilen und effektiven Industriepartnerschaften“, so Jon André Løkke, CEO von Nel. „Auf Herøya produzieren wir die besten alkalischen Elektrolyseure der Welt. Der nächste Schritt wäre, unsere PEM-Technologie in den USA auf ähnliche Weise zu industrialisieren“, sagte Løkke und ergänzte, dass Nel auch viel Kapital in die Entwicklung von Konzepten mit einer Leistung von 800 MW und mehr investiere, die auf Bausteinen von 20, 100 und 200 MW basieren.

Das Werk verfügt derzeit über eine Produktionskapazität von 500 MW. Mit weiteren Investitionen soll die Kapazität auf 2 GW steigen. Dies ist ein beträchtlicher Anteil an den 10 GW, die Nel bis 2025 erreichen will, falls der Markt dies erfordert.

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