Projekt Poshydon Niederlande unterstützt weltweit erste Offshore-Produktion von grünem Wasserstoff mit Millionen-Förderung

Redakteur: Alexander Stark

Direkt vor der Küste von Scheveningen, Niederlande, soll die weltweit erste Offshore-Produktion von grünem Wasserstoff stattfinden. Sie soll es ermöglichen, große Windparks weit draußen auf dem Meer zu entwickeln. Die Windenergie wird dann direkt in grünen Wasserstoff umgewandelt und kann über die bestehende Gasinfrastruktur transportiert werden.

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Die von den Offshore-Windturbinen erzeugte Elektrizität wird zum Betrieb der Wasserstoffanlage auf der Plattform Q13a-A verwendet.
Die von den Offshore-Windturbinen erzeugte Elektrizität wird zum Betrieb der Wasserstoffanlage auf der Plattform Q13a-A verwendet.
(Bild: Poshydon)

Den Haag/Niederlande – Die niederländische Unternehmensagentur (RVO) hat dem Projekt Poshydon einen Zuschuss von 3,6 Millionen Euro gewährt. Poshydon ist der weltweit erste Offshore-Pilot für grünen Wasserstoff auf einer Arbeitsplattform. Mit diesem Zuschuss kann das Konsortium alle Aktivitäten für dieses Pilotprojekt in Angriff nehmen. Das restliche Budget wird von den Konsortialpartnern finanziert.

Poshydon soll den Projektteilnehmern eine Menge über die nächsten Schritte lehren, die auf dem Weg zu einer sicheren, großtechnischen grünen Wasserstoffproduktion auf See unternommen werden müssen. Gemeinsam mit einer Reihe von Betreibern und TNO entstand diese Idee vor etwa zwei Jahren bei einem Brainstorming der Arbeitsgruppe „Re-purpose“ innerhalb von Nexstep. Als Standort für dieses Pilotprojekt wurde die Plattform Q13a-A von Neptune Energy gewählt, da diese Plattform bereits vollständig mit Ökostrom versorgt wird. Dann begann die Pionierarbeit und die Suche nach geeigneten Konsortialpartnern.

Poshydon zielt darauf ab, die Integration von drei Energiesystemen in der niederländischen Nordsee zu validieren: Offshore-Wind, Offshore-Gas und Offshore-Wasserstoff und wird die Installation einer wasserstoffproduzierenden Anlage auf der von Neptune Energy betriebenen Plattform Q13a-A beinhalten. Die Q13a-A ist die erste vollständig elektrifizierte Plattform in der niederländischen Nordsee und liegt etwa 13 Kilometer vor der Küste von Scheveningen (Den Haag).

Die von den Offshore-Windturbinen erzeugte Elektrizität wird zum Betrieb der Wasserstoffanlage auf der Plattform Q13a-A verwendet, die Meerwasser in entmineralisiertes Wasser und dann durch Elektrolyse in Wasserstoff umwandelt. Ziel des Pilotprojekts ist es, Erfahrungen mit der Integration von funktionierenden Energiesystemen auf See und der Produktion von Wasserstoff in einer Offshore-Umgebung zu sammeln. Darüber hinaus wird in diesem Projekt die Effizienz eines Elektrolyseurs mit variabler Einspeisung aus Offshore-Wind getestet und gleichzeitig Erkenntnisse über die Kosten für die Offshore-Installation sowie die Wartungskosten gewonnen.

Der grüne Wasserstoff wird mit dem Gas vermischt und über die bestehende Gaspipeline an die Küste transportiert. Der 1-MW-Elektrolyseur wird maximal 400 Kilogramm grünen Wasserstoff pro Tag produzieren.

Die folgenden Partner haben sich dem PosHYdon-Konsortium angeschlossen: Nel Hydrogen, InVesta, Hatenboer, IV-Offshore & Energy und Emerson Automation Solutions. Nexstep, TNO, Neptune Energy, Gasunie, Noordgastransport, Nogat, Deme Offshore, Taqa und Eneco sind dieser Gruppe bereits im letzten Jahr beigetreten.

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