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Sichere Lagerung Neues Gefahrstofflager: 43.000 Palettenstellplätze für Produkte der chemischen Industrie

Redakteur: MA Alexander Stark

In Malsch bei Karlsruhe nahm Dachser vor Kurzem ein neues Gefahrstofflager mit einer Grundfläche von 21.800 Quadratmeter in Betrieb. In der speziell ausgestatteten Anlage können chemische Produkte wie Sprays Farben, Lacke oder Klebstoffe, die teils als Gefahrstoffe eingestuft werden, auf insgesamt 43.000 Palettenstellplätzen sicher gelagert werden.

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Das neue Warehouse von Dachser in Karlsruhe bietet 43.000 Palettenstellplätze für Produkte der chemischen Industrie.
Das neue Warehouse von Dachser in Karlsruhe bietet 43.000 Palettenstellplätze für Produkte der chemischen Industrie.
(Bild: Dachser)

Kempten – Das Dachser Logistikzentrum Karlsruhe hat sich im europäischen Netzwerk des weltweit tätigen Logistikdienstleisters zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt für die Logistik chemischer Produkte entwickelt. Ein Standortvorteil ist insbesondere die gute Anbindung nach Frankreich, dem Exportland Nummer Eins der deutschen, chemischen Industrie. Aufgrund der konstant wachsende Nachfrage der chemischen Industrie hat das Logistikunternehmen vor Kurzem 20 Millionen Euro in ein neues Gefahrstofflager investiert.

Mit den Bauarbeiten für das neue Gefahrstofflager wurde im Frühjahr 2018 begonnen, im Februar 2019 konnten dann schrittweise die ersten Kunden einziehen. Mit dem offiziellen Startschuss vor wenigen Wochen sind nun alle Arbeiten abgeschlossen und das Gefahrstofflager ist mit allen Transport, Lager- und Logistikdienstleistungen in Betrieb und an das dichte, europäische Dachser-Netzwerk durch tägliche Direktlinien angebunden.

Das neue Gefahrstofflager bietet auf 21.800 Quadratmeter Platz für 43.000 Paletten. Es ist in neun Brandabschnitte aufgeteilt, die mit einer automatisch auslösenden Löschanlage mit Decken- und überwiegend zusätzlichen Regalsprinkleranlagen sowie einem Rauchansaugsystem „RAS“ ausgestattet sind. In vier Abschnitten ist zusätzlich eine Gaswarnanlage, und eine Löschanlage mit Tensidzumischung verbaut. Die Hallenböden sind abgesenkt sowie unterhalb der Sohle mit einer besonderen PEHD-Dichtbahn versehen und damit speziell für die Leckagen- und Löschwasserrückhaltung konzipiert. Für den erhöhten Schutz des Grundwassers sorgen Sperren an den Zuläufen zur Kanalisation. Das Gefahrstofflager ist nach Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigt. Laut Bernd Großmann, General Manager Dachser Malsch, ist das neue Lager das einzige in Deutschland und Europa in dem entzündliche Flüssigkeiten in IBC auf mehreren Ebenen ohne Limitierung der Deckenhöhe gelagert werden können. Möglich macht dies der spezielle Aufbau des Hallenbodens sowie ein ausgeklügeltes Löschanlagenkonzept.

Dies ermöglicht eine Gesamtlagermenge von 20.700 Tonnen an Gefahrstoffen der Lagerklassen 2B, 3, 4.1b, 5.1b, 6.1C & D, 8A & B sowie 10-13 nach TRGS 510. Die Gesamtlagermenge darf dabei der Wassergefährdungsklasse 3 (WGK 3) entsprechen.

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