Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie Millionenstrafe für Pharmakonzern Teva

Von Wolfgang Ernhofer 37 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

31.10.2024

Brüssel (dpa) *14:56 Uhr – EU-Kommission: Millionenstrafe für Pharmakonzern Teva

Weil der Arzneikonzern Teva aus Sicht der EU-Kommission seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat, muss er eine Millionenstrafe zahlen. Die Brüsseler Behörde verhängte eine Geldbuße in Höhe von 462,6 Millionen Euro gegen das Unternehmen, zu dem Ratiopharm aus Ulm gehört. Sie wirft dem Konzern vor, den Patentschutz für ein Medikament gegen Multiple Sklerose, Copaxone, künstlich verlängert und systematisch irreführende Informationen über ein konkurrierendes Produkt verbreitet zu haben, um dessen Markteintritt und zu behindern.

Teva ist ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen mit Sitz in Israel, das über mehrere Tochtergesellschaften im Europäischen Wirtschaftsraum tätig ist. Sein Medikament Copaxone wird zur Behandlung von Multipler Sklerose eingesetzt. Es enthält den pharmazeutischen Wirkstoff Glatirameracetat, auf den Teva bis 2015 ein Grundpatent hielt. Mit seinem missbräuchlichen Verhalten habe Teva das Ziel verfolgt, den Wettbewerb zu verzögern und die Exklusivität von Copaxone künstlich zu verlängern.

«Die Untersuchung der Kommission ergab, dass Teva seine beherrschende Stellung auf den Märkten für Glatirameracetat in Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, Spanien und Tschechien missbraucht hat», hieß es von der Behörde.

Teva bezeichnete die Vorwürfe als «extrem, unbewiesen und faktisch nicht belegt». Das Unternehmen wolle in Berufung gehen, teilte die Firma mit. «Das Unternehmen ist zutiefst enttäuscht über diese Entscheidung und arbeitet seit 2019 intensiv mit der Europäischen Kommission zusammen.»

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