Schaufeltrockner Neuer Vakuum-Schaufeltrockner verarbeitet temperaturempfindliche Produkte schonend

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Damit beim Trocknen von Active Pharmaceuticals Ingredients (API) nichts mehr „anbrennt“, hat Italvacuum einen speziellen Vakuum-Schaufeltrockner entwickelt. Clou des Geräts ist die doppelt kombinierte Rotation der Schaufelrührer für einen optimale Durchmischung.

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Die spezielle Schaufelkonstruktion des Planex-Vakuumtrockners soll Überhitzung und Produktverlust verhindern.
Die spezielle Schaufelkonstruktion des Planex-Vakuumtrockners soll Überhitzung und Produktverlust verhindern.
( Bild: Italvacuum )

Die Verarbeitung von Active Pharmaceuticals Ingredients (API) ist nicht nur unter Sicherheitsaspekten heikel. Die Wirkstoffe reagieren häufig äußerst sensibel auf hohe Temperturen und erfordern daher eine schonende Verarbeitung. Genau hier setzt eine neue Entwicklung von Italvacuum an: Der horizontale Vakuum-Schaufeltrockner Planex-System trocknet feuchte Pulver aus Filterpressen oder Zentrifugen besonders schonend. Damit eignet sich der Mehrprodukttrockner vor vollem für die Herstellung von APIs für die Feinchemie und Zwischenprodukte.

Das System besteht aus einer horizontalen zylindrischen Kammer. Das Produkt wird in dieser Kammer mithilfe zweier voneinander unabhängiger Bewegungen verarbeitet. Während die Schaufel rotiert, verändert sich gleichzeitig auch ständig deren Berührungslinie zur inneren Trockneroberfläche. Die doppelt kombinierte Rotation ermöglicht eine optimale Durchmischung des Produkts und erhöht kontinuierlich dessen Verdampfungsoberfläche. Hierdurch wird die Freisetzung von Lösungsmitteln erleichtert und die Trocknungszeit deutlich verringert.

Die exzentrischen Bewegungen der Schaufeln können beliebig verändert werden – auch asynchron. Außerdem ist es möglich, die Rührerschaufeln im und gegen den Uhrzeigersinn zu fahren. Die besondere Konfiguration der Rührerschaufeln zeichnet sich durch einen kleinen Durchmesser gegenüber dem Kammerdurchmesser aus. Dies erlaubt nicht nur die kontinuierliche Umwälzung des Produkts, sondern reduziert auch wesentlich die mechanische Belastung. Untersuchungen vom Institut für Materialwissenschaft und Chemie-Ingenieurwesen am Turiner Polytechnikum haben ergeben, dass die mechanische Belastung auf dem Produkt ungefähr dreimal kleiner ist als bei traditionellen Trocknern, die mit einem konzentrischem Agitator ausgerüstet werden. Infolge der deutlich geringeren mechanischen Belastung sinkt die Gefahr von Überhitzung und Zerstörung des Produkts. Somit können mit dem Vakuum-Schaufeltrockner auch empfindliche und thermoempfindliche Produkte behandelt werden. Außerdem lässt sich mit dem Trockner die Ausschussmenge des getrockneten Batches reduzieren.

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