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Geschlossene Fördergurt-Systeme Neuer Maßstab bei Rollgurtförderern

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Mit den neuen Megapipe-Rollgurten mit Außendurchmessern von bis zu 900 mm lassen sich im Vergleich zu konventionellen geschlossenen Fördergurten doppelt so große Förderströme erreichen. Damit erschließen sich sowohl beim Erztransport als auch im Industriebereich neue Einsatzgebiete. Vor allem bei grobstückigerem Fördergut können die neuen Fördergurte ihren Vorteil ausspielen.

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Megapipes bieten als Textil- oder Stahlseilgurte mit dehnungsarmer, hochfester Karkasse alle Vorteile der Rollgurt-Technologie bei Durchmessern bis 900 mm.
Megapipes bieten als Textil- oder Stahlseilgurte mit dehnungsarmer, hochfester Karkasse alle Vorteile der Rollgurt-Technologie bei Durchmessern bis 900 mm.
(Bild: Contitech)

Im Vergleich zu handelsüblichen Muldengurtförderern ermöglichen die hochfesten Stahlseil-Megapipes größere Förderwinkel und können Fördergutströme von bis zu 9500 m3/h mit Stückgrößen bis zu 350 mm transportieren. Der Außendurchmesser der Megapipe liegt bei bis zu 900 mm, während herkömmliche Fabrikate maximal 700 mm bieten.

Der größere Durchmesser bietet zwei entscheidende Vorteile. Zum einen erhöht die größere Gurtbreite von bis zu 3200 mm die Kapazität der Förderanlage um mehr als 100 % gegenüber herkömmlichen Rollgurten. Zum anderen bietet die Neuentwicklung eine ideale Lösung, um grobstückige Güter zu transportieren. Im Vergleich zu konventionellen Rollgurtanlagen nehmen Megapipes Schüttgüter mit einer bis zu 50 % größeren Korngröße auf.

Dabei haben die größeren Rollgurtbreiten keine Auswirkung auf den Achsabstand. Um eine bestmögliche Anpassung an kurvige Langstrecken und die Anforderungen der Transportgüter zu gewährleisten, stehen Megapipes sowohl in Textilgurt- als auch in Stahlseilgurt-Ausführung zur Verfügung.

Weniger Zerkleinerungsanlagen

Megapipes erschließen dabei neue Möglichkeiten und Einsatzgebiete für Rollgurtförderanlagen. Während beispielsweise gebrochene Erze, Gestein oder Kohle für den Transport mit herkömmlichen Rollgurten aufwändig zerkleinert werden musste, erlauben die neuen Fördergurte den Transport bereits nach einem Vorbrecher (Primary Crusher). Der Transport nach einem Nachbrecher (Secondary Crusher) ist mit den neuen Fördergurten natürlich ebenso möglich. Im Bergbau kann beispielsweise Material für die Weiterverarbeitung ohne Lkw-Einsatz transportiert werden.

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