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Öl aus Plastikmüll Neue Thermolyse-Anlage soll aus Kunststoff Öl zurückgewinnen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

In vier neuen Anlagen am Mannheimer Rheinauhafen soll aus nicht mehr recyclingfähigem Kunststoffmüll Rohöl zurückgewonnen werden. Durch ein Thermolyse-Verfahren werden die Plastikabfälle geschmolzen, verdampft, gecrackt und zu Öl verflüssigt.

Aus Kunststoff-Abfällen wird durch Syntrol-Thermolyse Öl zurückgewonnen. Aus 1000 Kilogramm Plastikmüll sollen rund 850 Liter Heizöl entstehen.
Aus Kunststoff-Abfällen wird durch Syntrol-Thermolyse Öl zurückgewonnen. Aus 1000 Kilogramm Plastikmüll sollen rund 850 Liter Heizöl entstehen.
(Bild: Ventafonds)

Mannheim – Mehrere Millionen Tonnen Kunststoffabfälle fallen in Deutschland jährlich an, von denen wieder ein großer Teil recycelt wird. Trotzdem landen noch viele tausend Tonnen nicht mehr verwertbares Material in Verbrennungsanlagen.

Mit dem neuen Syntrol-Thermolyse-Verfahren soll dieser Müll jetzt wieder zu flüssigem Gold und in Öl zurückverwandelt werden.

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Die Verfahrenstechniker von Nill-Tech unter der Leitung von Eberhard Nill haben das Syntrol-Verfahren entwickelt und betriebstauglich gemacht. Im schweizerischen Sihlbrugg wird das Verfahren in einer Anlage bei plast-Oil bereits erfolgreich getestet und soll ein Öl vergleichbar mit Heizöl nach DIN 51603-1 mit einem energetischen Wirkungsgrad von 90 Prozent produzieren.

Am Mannheimer Rheinauhafen sollen vier Anlagen, mit einer Verwertungskapazität von 20.000 Tonnen Plastikabfall jährlich, gebaut und aus dem Kunststoff über 17 Millionen Liter Öl pro Jahr zurückgewonnen werden. Finanziert wird der Öko-Energie Umweltfonds 1 durch Investoren des Emissionshauses Ventafonds. Der Spatenstich erfolgte bereits im Juli, die Anlagen sollen bis Mitte 2014 in Betrieb gehen.

Weitere Informationen zu den Anlagen oder zum Syntrol-Verfahren finden Sie in der Bildergalerie des Artikels, oder in den folgenden Videos von Ventafonds.

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