Worldwide China Indien

Analysesensoren

Neue Analysesensoren bieten Sicherheit und Zuverlässigkeit durch vereinfachtes Handling

| Autor / Redakteur: Dr. Wolfgang Babel / Dr. Jörg Kempf

Technik und Wissen komplett im Kopf: Die neuen Analysesensoren haben die gesamte Technik des Transmitters integriert, der komplette Schaltkreis ist miniaturisiert und passt in den Sensorkopf. Damit macht Smartsens externe Transmitter überflüssig.
Bildergalerie: 4 Bilder
Technik und Wissen komplett im Kopf: Die neuen Analysesensoren haben die gesamte Technik des Transmitters integriert, der komplette Schaltkreis ist miniaturisiert und passt in den Sensorkopf. Damit macht Smartsens externe Transmitter überflüssig. (Bild: Krohne)

Es war ein Paukenschlag, der in diesem Frühjahr aus Duisburg ertönte. Mit Smartsens stellt Krohne die erste Familie von Analysesensoren vor, die externe Transmitter überflüssig macht. Damit kann der Anwender einige der in der Analysenmesstechnik typischen Fehlerquellen zukünftig ausschalten.

Sicherheit und Zuverlässigkeit der eingesetzten Komponenten ist eine grundlegende Forderung der Prozessindustrie. Für viele Bereiche und Anwendungen gibt es daher klare Vorgaben und Empfehlungen für die Beschaffenheit der eingesetzten Geräte, u.a. für die eingesetzte Analysenmesstechnik, die sich jedoch in der Handhabung deutlich von der Messtechnik für Durchfluss, Füllstand, Druck oder Temperatur unterscheidet. Diese Unterschiede betreffen auch die Sicherheit und Zuverlässigkeit bzw. stellen mögliche Fehlerquellen dar. Eine neue Generation von Analysenmesstechnik hilft, einige dieser Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Die Anforderungen an die Sicherheit und Zuverlässigkeit der eingesetzten Messtechnik haben unterschiedliche Ursprünge. Sie resultieren aus der Umsetzung von Normen, Vorgaben oder Empfehlungen durch Ausschüsse oder Arbeitskreise, Prüf- und Baumusterbescheinigungen, Zertifizierungen usw. Damit sollen alle möglichen Fehlerquellen erfasst werden, die im Umgang mit den Geräten zu beachten sind.

Die Analysenmesstechnik ist hiervon nicht ausgeschlossen, doch eilt insbesondere ihr der Ruf eines komplexen, aufwändigen Handlings voraus. Egal ob Handhabung der Sensoren, Verdrahtung, Konfiguration der Messstelle oder Kalibrierung – das Thema Analyse hat stets eine Sonderstellung im Vergleich zur Messtechnik für Durchfluss, Füllstand, Druck oder Temperatur. Mit der Vorstellung von Smartsens wird sich das ändern: Die neue Familie von Analysesensoren unterscheidet sich grundlegend von den am Markt vorherrschenden Systemen und wurde konsequent im Hinblick auf Sicherheit und Zuverlässigkeit entwickelt.

Wegfall des externen Transmitters

Smartsens-Sensoren zeichnen sich durch eine Besonderheit aus: Sie benötigen keinen externen Transmitter mehr, denn der ist bereits im Steckkopf des Sensors integriert. Die 2-Leiter-Sensoren bieten ab dem Steckkopf ein 4...20 mA-Signal mit Hart 7-Kommunikation zum direkten Anschluss an das Leitsystem. Was zunächst recht einfach klingt, ist bei genauerem Hinsehen eine Revolution in der Analysenmesstechnik. Welche Vorteile bietet dieser Aufbau für die Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Messstelle?

Bis heute war für Analysesensoren ein externer (proprietärer) Transmitter vor Ort notwendig, der die Sensorsignale für das Prozessleitsystem auswertet. Sensor und Transmitter sind über ein ebenfalls proprietäres Kabel verbunden. Bedingt durch die induktive Datenübertragung finden sich Elektronik, Speicher und Prozessoren im Sensorsteckkopf und in der Kupplung des Anschlusskabels.

Das ursprünglich analoge Signal einer pH-Elektrode wird bis zum Ausgang des Transmitters herstellerspezifisch bis zu maximal sechsmal analog/digital bzw. umgekehrt gewandelt und von bis zu sieben Prozessoren umgerechnet – eine weite Strecke und eine große Fehlerquelle. Durch die Integration des Transmitters in den Sensorsteckkopf erreicht Smartsens eine geringere Fehlerwahrscheinlichkeit durch weniger Wandlerschritte, weniger Prozessorschnittstellen und den Wegfall der Kabel-/Steckverbindung mit Elektronik.

Weitere Vorteile, die der Verzicht auf den Transmitter mitbringt, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Ergänzendes zum Thema
 
Interview mit Dr. Wolfgang Babel, Krohne Analytics

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 39116630 / Prozessmesstechnik)