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Möglichkeit der Offline-Kalibrierung
Aufgrund von Einflüssen wie Medium, Temperatur, Feuchtigkeit, Umgebungsbedingungen oder Verschmutzungen verlieren elektrochemische Analysesensoren im Laufe der Zeit ihre Genauigkeit und müssen erneut kalibriert, gereinigt, regeneriert und letztlich ausgetauscht werden. Heute funktionieren die meisten Analysesensoren im Feld mit Analogtechnologie und müssen gemeinsam mit dem Transmitter vor Ort kalibriert werden, auch wenn sie an entfernten oder schwer zugänglichen Messstellen ohne Schutz vor Witterung installiert sind.
Insgesamt betrachtet sind dies alles andere als ideale Bedingungen für die Kalibrierung, die auch zu falschen Werten im Prozessleitsystem führen können. Smartsens bietet hier eine sichere Alternative: Alle Smartsens-Sensoren sind digitale Sensoren und können offline in einem Labor unter kontrollierten Bedingungen (re-)kalibriert werden.
Die Sensoren speichern die Kalibrierdaten und können anschließend einfach wieder an der Messstelle eingesetzt werden. Für die Offline-Kalibrierung können die Sensoren per USB-Hart-Interface an einen PC angeschlossen werden, das den Sensor mit Strom versorgt und die bidirektionale Hart 7-Kommunikation durchführt. Der PC verwendet dieselbe Pactwareware (FDT/DTM)-Bedienoberfläche wie das Assetmanagement-System.
Die Vorteile im Hinblick auf Sicherheit und Zuverlässigkeit: Mit den konstanten Bedingungen im Labor bietet die Offline-Kalibrierung eine hohe Reproduzierbarkeit, eine verlässliche Messgenauigkeit und nicht zuletzt einen handfesten Kostenvorteil durch eine zwei- bis vierfache Verlängerung der Lebenszeit des Sensors.
Offene Systemlösung für breites Anwendungsspektrum
Insbesondere für explosionsgefährdete Umgebungen (bis Zone 0) und hygienische Einsatzbedingungen konzipiert bzw. zugelassen und zertifiziert, eignen sich die Smartsens-Sensoren gleichermaßen für andere Industrien. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Reinstwasser bis Trinkwasser, von chemischen Substanzen bis hin zu Abwasser. Neben pH werden im ersten Schritt die Sensoren für die Parameter Redox sowie Leitfähigkeit vorgestellt, weitere Parameter folgen. Die Sensoren wurden mit Blick auf die installierte Basis bei den Anwendern entwickelt und passen mechanisch in 98 % aller Prozessarmaturen (bezogen auf eine Krohne eigene Studie mit mehr als 2500 Prozessarmaturen). Das Smartsens-Portfolio umfasst wesentlich weniger Elektrodentypen, die dennoch jeweils technologisch wie qualitativ die Spitze der Technologie markieren und dennoch durch die Großserienfertigung preislich attraktiv sind.
Gemeinsam mit der Sensorfamilie stellt Krohne auch eine große Auswahl an Zubehör vor, wie z.B. stromschleifengespeiste Displays, USB-Hart-Schnittstellenkabel, Armaturen und einen 2-Leiter-Transmitter. Diese Komponenten sind auch für IECEx Zone 1 und Zone 2 verfügbar.
Fazit: Die Smartsens-Analysesensoren bieten eine Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Messkette vom Sensor bis hin zur SPS, die im Bereich der Analysenmesstechnik momentan einzigartig ist. Krohne hat die Familie nicht nur als einzelne Sensoren entwickelt, sondern bietet ein abgerundetes Gesamtsys-tem, welches für den Kunden leicht handhabbar ist und die möglichen Fehlerquellen deutlich reduziert.
Smartsens stellt eine komplette Eigenentwicklung dar, mit der der Messtechnikhersteller auf einen Schlag einen Großteil der Schwachstellen der klassischen Analysenmessstellen ausräumt.
* Der Autor ist Geschäftsführer der Krohne Analytics GmbH, Duisburg
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