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Normalisierungssoftware Neuartige Software lokalisiert Störfaktoren bei der Wasseraufbereitung

Redakteur: MA Alexander Stark

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat eine neue Normalisierungssoftware zur Bewertung einer Umkehrosmose (UO) entwickelt: Mit Performem kann der Anwender die Anlagendaten aus den Vorlagen der üblichen Prozessleitsysteme automatisch einlesen und auch große Datenmengen schnell normalisieren.

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David Langhals, Systemmanager im Geschäftsbereich Liquid Purification Technologies bei Lanxess, demonstriert seinem Kollegen Giuliano Cannavó (rechts im Bild) Funktionen der neuen Normalisierungssoftware Performem.
David Langhals, Systemmanager im Geschäftsbereich Liquid Purification Technologies bei Lanxess, demonstriert seinem Kollegen Giuliano Cannavó (rechts im Bild) Funktionen der neuen Normalisierungssoftware Performem.
(Bild: Lanxess)

Köln – Die Digitalisierung von Anlagendaten ist einer der Schwerpunkte und Herausforderungen in der modernen Wasserwirtschaft. Dabei geht es nicht nur um die Digitalisierung von Großanlagen, sondern auch um die von Mittel- und Kleinstanlagen. Das Sammeln von Anlagendaten in einer Cloud in Kombination mit einer Fernwartung ist auch für kleine Anlagen ökonomisch sinnvoll. Es dient der Prozessoptimierung und auch der Problemlösung – vorausgesetzt, dass die Daten auch ausgewertet werden. Diese Daten sollten normalisiert werden, d.h. auf einen Standardzustand bezogen werden.

Programme zur Normalisierung der großen Datenmengen, die dabei anfallen, basieren häufig auf Excel und sind nicht dafür ausgelegt, diese komfortabel zu verwalten und auszuwerten. Um diesen Prozess zu vereinfachen, hat Lanxess Performem eingeführt. Neben Anlagendaten können mit dem Programm auch Labormessungen eingegeben und nebeneinander dargestellt werden.

Die Softwarelösung ermöglicht darüber hinaus eine viel ausführlichere grafische Darstellung der Prozessdaten und der normalisierten Werte. Letztere können abschließend in verschiedene Formate transformiert werden, um die Daten gegebenenfalls weiter zu verarbeiten oder auszuwerten.

Treten in Membranprozessen Probleme wie ein sinkender Rückhalt oder eine Abnahme der Leistung auf, können Änderungen bei der Wasserqualität oder -temperatur der Grund sein, aber auch Ablagerungen im UO-System. Um die Störfaktoren einfacher lokalisieren zu können, sollten Anlagenbetreiber die grundlegenden Parameter wie Temperatur, Fluss, Druck, Ausbeute und Leitfähigkeiten kontinuierlich dokumentieren. Zusätzlich ist es hilfreich, den Druckverlust zu messen, am besten sogar zwischen den Konzentratstufen.

Einfache Bewertung der Umkehrosmose

Die neue Software berechnet schnell und zuverlässig die aktuellen Anlagendaten und auch Labordaten im Verhältnis zu einem Referenzpunkt, so die Entwickler. Damit könne einfach festgestellt werden, ob die Leistung durch eine veränderte Zulaufzusammensetzung oder Fouling beeinträchtigt wird. Falls Letzteres auftritt, verursacht zum Beispiel durch Salzablagerung, können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um die Anlage möglichst lange optimal fahren zu können.

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