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Akquisition MOL Gruppe übernimmt Kunststoff-Recycler Aurora

| Redakteur: Alexander Stark

Die ungarische MOL Gruppe hat die Unterzeichnung eines Kaufvertrages zur Übernahme von Aurora bekanntgegeben. Das Unternehmen mit Produktionsstätten in der Nähe von Automobilherstellern und Kunststoffverarbeitungsclustern in Süddeutschland ist auf die Verarbeitung recyclebarer Kunststoffe spezialisiert.

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MOL steigt mit Übernahme der Aurora Gruppe in die Verarbeitung von recyclebaren Kunststoffen ein.
MOL steigt mit Übernahme der Aurora Gruppe in die Verarbeitung von recyclebaren Kunststoffen ein.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Budapest – Aurora ist ein mittelständisches deutsches Unternehmen, ansässig in Neuenstein, mit einem speziellen „Lean-Logistic”-Konzept zur Sammlung, Zerkleinerung und Mischung von postindustriellen Kunststofffehlteilen für die Weiterverwendung im Automotive-Bereich und anderen Industrien. Das Portfolio besteht größtenteils aus technischen Kunststoffen und Polypropylen-Compounds auf Rezyklatbasis.

Durch die Übernahme will sich MOL in die Lage versetzen, eine umfangreiche Auswahl an hochqualitativen Polyamiden, Polypropylenen und anderen Compounds auf Rezyklatbasis anzubieten und damit das vorhandene Portfolio an fabrikneuen Polypropylenen und Polyethylenen zu ergänzen. Das Knowhow und das kreislaufbasierte Logistiksystem von Aurora soll es den Kunden von MOL ermöglichen, auf effiziente Art und Weise den Recyclinganteil in den verschiedenen Endprodukten zu erhöhen.

Ferenc Horvath, Executive Vice President of Downstream der MOL Gruppe, bezeichnete die Akquisition als einen weiteren Meilenstein bei der Transformation zu einem führenden Chemieunternehmen in Zentral- und Osteuropa. Die Partnerschaft werde es ermöglichen, das petrochemisches Segment zu vergrößern und aufzuwerten sowie das Profil in der Automobilzulieferindustrie zu stärken.

Einer der Eckpfeiler der Strategie 2030 des Unternehmens ist die Erweiterung der petrochemischen Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck plant die Gruppe, bis zum Ende der nächsten Dekade ungefähr 4,5 Milliarden Euro in chemische und petrochemische Wachstumsprojekte zu investieren. Compoundierung und Recycling sind zwei der Kernbereiche der Strategie 2030 und die Automobilindustrie ist ein strategischer Sektor, in dem sowohl MOL als auch Aurora einen wachsenden Bedarf an recyclierten Materialien ausmachen, erklärte das Unternehmen.

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