Lösungen für Etiketten- und Packmittelprozesse Mitarbeiter-Ideenschmiede von BASF: Chemovator gründet erstes Startup aus

Redakteur: MA Alexander Stark

Mit dem Unternehmen Boxlab Services wurde das erste Startup im April 2021 aus dem Chemovator heraus gegründet. Darin werden vielversprechende Ideen außerhalb des Kerngeschäfts von BASF entwickelt und in skalierbare Geschäftsmodelle und Unternehmen ausgebaut.

Firmen zum Thema

Das Boxlab-Team mit Mischa Feig, Lisa Raschke und Marcel Schuetz (v.l.)
Das Boxlab-Team mit Mischa Feig, Lisa Raschke und Marcel Schuetz (v.l.)
(Bild: Boxlab Services)

Ludwigshafen – Mitarbeiter, die vielversprechende Ideen haben, werden bei BASF mit wichtigen Ressourcen unterstützt, um selbst zum Unternehmer zu werden. Nun zeigt sich der erste Erfolg: Boxlab Services wird künftig als eigenständiges Startup auf dem freien Markt agieren. Über BASF Venture Capital ist der Konzern mit einer Minderheit am frisch gegründeten Startup beteiligt.

Die Unternehmensgründer Mischa Feig und Lisa Raschke haben eine App entwickelt, mit deren Hilfe beschädigte Verpackungen und dazugehörige Etiketten in hochregulierten Branchen innerhalb von 24 Stunden ersetzt werden können. Die Gründer belegten mit ihrem Service bereits während der Zeit im Chemovator wiederholt die Relevanz ihres Geschäftsmodells. So konnten bereits Verkaufsverpackungen von mehr als 50.000 Liter End-Produkt zeitnah ersetzt werden, sodass diese weiterhin verwendbar blieben und somit ihren Kunden innerhalb der BASF zu einer deutlichen Kostenersparnis verhelfen. Im Gegensatz zu bislang herkömmlichen Verfahren somit eine okönomisch sowie ökologisch nicht nur sinnvollere und effizientere, sondern auch nachhaltigere Lösung, die eine reibungslose Fortführung der Lieferkette sicherstellt.

Mittlerweile umfasst das Leistungsangeot von Boxlab Komplettlösungen inklusive individueller Beratung rund um etikettierte Verpackungen, Etiketten und Packmittel. Schon heute zählen über 70 Lager in zehn Ländern zum Kundenkreis des jungen Ludwigshafener Unternehmens.

Die Idee kam dem ehemaligen BASF-Prozessmanager Feig im Betrieb: „Weisen etikettierte Kartonagen Transportschäden oder Leckagen auf, müssen diese in hochregulierten Industrien aufgrund gesetzlicher Vorgaben mit hohem Ressourcen- und Zeitaufwand ersetzt werden. Dies ist meist nicht wirtschaftlich und bedeutet, dass der Kunde seine Ware nicht zeitnah erhält. Selbst ein fehlendes Etikett kann in letzter Konsequenz bis zum Produktionsstopp führen“, so der Unternehmensgründer.

Das Startup bündelt die Lösung dieses Problems mithilfe eines Webshops und einer App: Beschädigte Kartonagen oder Etiketten können mit einem mobilen Endgerät auf Knopfdruck erfasst und an das Team übersendet werden. „Wir liefern die individuell etikettierten Kartonagen und Gefahrgutetiketten bereits ab der ersten Verpackungseinheit innerhalb von 24 Stunden an unsere Kunden in ganz Europa“, erklärt Raschke.

Derzeit arbeiten sieben weitere Teams im Chemovator an der Weiterentwicklung neuer Ideen aus dem B2B-Bereich, um dem erfolgreichen Beispiel von Boxlab zu folgen.

(ID:47366102)