Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie Nach BASF-Zwischenfall: Interne Experten begutachten Gebäude

Von Wolfgang Ernhofer 40 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

31.07.2024

Frankenthal (dpa/lrs) *16:06 Uhr – Starkes Ersatzteilgeschäft hilft Pumpenhersteller KSB

Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB sieht sich nach der ersten Jahreshälfte auf Kurs zu seinen Zielen für 2024. Wenngleich die Einführung eines neuen Software-Systems das Ergebnis belasten dürfte, bestätigte der Vorstand seine Prognose für das laufende Jahr, wie das Unternehmen im pfälzischen Frankenthal mitteilte. Mit Blick auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) bedeutet das zwischen 210 und 245 Millionen Euro. Bis Ende Juni erwirtschaftete KSB im Tagesgeschäft gut 116 Millionen Euro und damit 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Laut Konzernchef Stephan Timmermann machten sich die Zurückhaltung bei großen Investitionen und die kriselnde Bauwirtschaft nach wie vor bemerkbar. Der Auftragseingang stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt um 2,2 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Euro, und den Umsatz steigerte KSB um 3,7 Prozent auf mehr als 1,4 Milliarden Euro. Insbesondere das Ersatzteilgeschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr gut.

Ludwigshafen (dpa/lrs) *15:02 Uhr – Nach BASF-Zwischenfall: Interne Experten begutachten Gebäude

Nach dem Zwischenfall mit 18 Leichtverletzten im Stammwerk des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen haben interne Experten des Unternehmens das betroffene Gebäude begutachtet. «Es ist kein Gesamteinsturz des Gebäudes zu erwarten», sagte ein Sprecher der Firma mit Sitz in der zweitgrößten Stadt von Rheinland-Pfalz. «Aus Sicherheitsgründen müssen jedoch verschiedene Bereiche abgestützt und gesperrt werden.» Die Kriminalpolizei sei bereits vor Ort gewesen.

Zu der genauen Entstehung der Explosion könne man derzeit keine Angaben machen. «Das ist Gegenstand der laufenden behördlichen und internen Ermittlungen und Untersuchungen.»

Die Explosion nach dem Austritt eines organischen Lösungsmittels hatte sich am Montag im Werksteil Süd des weltgrößten Chemieunternehmens ereignet. Der Brand war von der Werkfeuerwehr gelöscht worden. Die betroffene Anlage sei heruntergefahren worden und in einem sicheren Zustand, hieß es. Innerhalb und außerhalb des Geländes waren Umweltmesswagen unterwegs. Diese stellten demnach innerhalb des Areals und in angrenzenden Teilen leicht erhöhte Werte von Kohlenwasserstoffen fest. «Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand zu keiner Zeit», teilte das Unternehmen mit.

Wien (dpa) *13:43 Uhr – OMV will erneuerbare Energien in Südosteuropa ausbauen

Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV will in Südosteuropa in den Ausbau von Sonnen- und Windkraft investieren. Länder wie Rumänien, Serbien, Bulgarien und Ungarn hätten großes Potenzial für diese erneuerbaren Energien, sagte OMV-Chef Alfred Stern. Schon jetzt habe die rumänische Tochter OMV Petrom eine starke Stellung auf dem Strommarkt in Rumänien.

Die Erschließung des Gasfeldes «Neptun Deep» im Schwarzen Meer durch die OMV Petrom verlaufe planmäßig, sagte Stern. Rumänien werde voraussichtlich 2027 zum größten Erdgas-Produzenten in der EU. Im ersten Halbjahr 2024 ging der Umsatz des teilstaatlichen Konzerns OMV zwar um 16 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro zurück. Der Nettogewinn legte dagegen um 33 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Die OMV habe alle Vorkehrungen getroffen, dass ein Wegfall des Gases aus Russland die Versorgungssicherheit der Kunden nicht mehr beeinträchtige, hieß es. Man sei nicht mehr abhängig, sagte Stern der Nachrichtenagentur APA.

Das Unternehmen versorgt die Industrie und hat einen Gas-Marktanteil in Österreich von 30 Prozent. Bisher bezieht die Alpenrepublik immer noch in großen Ausmaß Gas aus Russland. Diese Quelle könnte aber gegen Ende des Jahres versiegen, wenn die Ukraine einen Gas-Transit-Vertrag nicht mehr verlängert.

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