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Auflagen für Übernahme von Monsanto

Milliardendeal – Bayer verkauft weitere Crop-Science-Geschäfte an BASF

| Redakteur: Alexander Stark

Im Rahmen der geplanten Übernahme von Monsanto hat Bayer eine Vereinbarung zum Verkauf von weiteren Crop-Science-Geschäften an BASF für bis zu 1,7 Milliarden Euro unterzeichnet. Das Paket beinhaltet u.a. das weltweite Gemüsesaatgut-Geschäft, bestimmte Saatgutbehandlungsmittel sowie Digital-Farming-Aktivitäten.

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Bayer unterzeichnete einen Vertrag zum Verkauf von weiteren Crop-Science-Geschäften für bis zu 1,7 Milliarden Euro an die BASF.
Bayer unterzeichnete einen Vertrag zum Verkauf von weiteren Crop-Science-Geschäften für bis zu 1,7 Milliarden Euro an die BASF.
( Bild: Bayer )

Leverkusen – Mit dem Verkauf erfülle man entsprechende Zusagen, die gegenüber der Europäischen Kommission und anderen Regulierungsbehörden gemacht wurden, um einen erfolgreichen Abschluss der Monsanto-Transaktion zu ermöglichen, teilte Werner Baumann, der Bayer-Vorstandsvorsitzende mit. Die Transaktion muss von den Regulierungsbehörden genehmigt werden und wird erst wirksam, wenn die Übernahme von Monsanto durch Bayer erfolgreich abgeschlossen ist.

Die zu veräußernden Geschäfte umfassen insbesondere das weltweite Gemüsesaatgut-Geschäft, bestimmte Saatgutbehandlungsmittel, die Forschungsplattform für Weizen-Hybride sowie bestimmte Glyphosat-basierte Herbizide in Europa, die im Wesentlichen im industriellen Bereich eingesetzt werden. Hinzu kommen die Übertragung dreier Forschungsvorhaben im Bereich der Totalherbizide und das Digital-Farming-Geschäft von Bayer. Im Gegenzug erhalten die Leverkusener eine Rücklizenz für bestimmte Digital-Farming-Anwendungen. Die zu veräußernden Geschäfte erzielten laut Bayer im Jahr 2017 einen Umsatz von insgesamt 745 Millionen Euro.

Die Transaktion beinhaltet den Übergang von rund 2500 Mitarbeitern, davon ca. 150 in Deutschland. Als Teil der Vereinbarung hat sich BASF dazu verpflichtet, die bestehenden unbefristeten Arbeitsverhältnisse zu vergleichbaren Konditionen für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion fortzuführen.

Bis zum Abschluss der Veräußerung wird Bayer als Eigentümer die Geschäfte weiterführen. Nach Abschluss der geplanten Übernahme von Monsanto wird Bayer in diesen Bereichen durch die von Monsanto übernommenen Aktivitäten, Produkte und Angebote weiterhin tätig bleiben.

Bereits im Oktober 2017 hatten die beiden Chemiekonzerne einen Vertrag zum Verkauf von bestimmten Crop-Science-Geschäften zu einem Basiskaufpreis von 5,9 Milliarden Euro geschlossen. Die Geschäfte dieses ersten Pakets – darunter das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft von Bayer und die dazugehörige Liberty Link-Technologie zur Herbizidtoleranz sowie im Wesentlichen das gesamte Geschäft mit Saatgut in Feldkulturen – erzielten 2017 einen Umsatz von insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Diese Transaktion beinhaltet den Übergang von weiteren mehr als 1800 Beschäftigten.

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