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Füllstandüberwachung bei Schüttgütern

Mikrowellentechnik zur Füllstand-Überwachung bei Schüttgütern

| Autor/ Redakteur: Rafael Gawron / Wolfgang Geisler

Die Überwachung von Grenzständen im Rahmen der Füllstandüberwachung dient einerseits zur Erfassung von Maximal- bzw. Minimalhöhen in Lagerbehältern und Silos, kann aber andererseits auch dazu genutzt werden, Verstopfungen in Schüttgutförderern, z.B. in Bandübergabestellen, zu detektieren.

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Sende- und Empfangseinheit einer Mikrowellenschranke vom Typ LC-510M
Sende- und Empfangseinheit einer Mikrowellenschranke vom Typ LC-510M
(Bild: Mütec)

Anwender in der Schüttgut verarbeitenden Industrie benötigen die Information, wie viel (Vor-)Material vorhanden ist, häufig nicht kontinuierlich, sondern müssen nur verhindern, dass kein Material mehr da ist bzw. ein Silo zu voll wird. Für die Erfassung von Grenzständen im Bereich der Schüttgutlagerung können sowohl elektromechanische (Bsp. Flügelradmelder) als auch elektronische Systeme (Bsp. Mikrowellenschranke) eingesetzt werden. Stellvertretend für letztere werden die Mikrowellenschranken der Serie Level Check 510M betrachtet.

Die Geräte dieser Serie eignen sich neben dem Einsatz in der Füllstandüberwachung auch zur Verwendung in anderen Prozessschritten und Bereichen, beispielsweise zum Melden von Verstopfungen innerhalb von Fördersystemen, aber auch für Zählaufgaben bei der Stückgutförderung oder zum Positionieren von Gegenständen. Um die Systeme möglichst universell einsetzbar zu machen, sind sie optional bis zur Atex-Zone 20 zertifiziert sowie bis zu einem Prozessdruck von 25 bar zugelassen lieferbar.

Arbeitsweise von Mikrowellenschranken

Die Funktion des berührungslos arbeitenden Messverfahrens beruht darauf, dass der Sender ein Mikrowellensignal aussendet, welches von dem gegenüberliegenden Empfänger ausgewertet wird. Material, das sich im Zwischenraum zwischen Sender und Empfänger aufbaut, dämpft den Signalpegel innerhalb des Feldes. Diese Pegeländerung wird in einem Schaltvorgang umgesetzt.

Störgrößen wie z.B. Förderströme oder grob staubhaltige Medien behindern die Messung nicht. Zudem ist eine Beeinflussung, beispielsweise durch weitere Messtechnik, über die Adressierung der Geräte und die damit verbundene Codierung des Messsignals ausgeschlossen. Die Zustandsanzeige erfolgt durch deutlich sichtbare LEDs und den Bargraphen. Durch die variable Übertragungsfrequenz ist es möglich, innerhalb eines Prozesses Distanzen von 0,15 bis 25 m zwischen Sender und Empfänger zu überwachen.

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