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MES-Tagung auf der Hannover Messe MES meets Industrie 4.0

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Bereits zum fünften Mal fand auf der Hannover Messe 2013 die MES-Tagung „Effiziente Produktion“ statt. Produktionsverantwortliche und IT-Leiter präsentierten ihre Erfahrungen mit dem Einsatz produktionsnaher MES-Systeme. Auch das Ausstellungsmotto „Integrated Industry“ und der Begriff Industrie 4.0 waren auf der Veranstaltung der Deutschen Messe allgegenwärtig.

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Frank Jablonski, Leiter Online bei PROCESS, begrüßte mehr als 130 Teilnehmer der MES-Tagung.
Frank Jablonski, Leiter Online bei PROCESS, begrüßte mehr als 130 Teilnehmer der MES-Tagung.
(Bild: PROCESS / Hüser)

Im Fokus der MES-Tagung auf der Hannover Messe stand die Frage, wie sich die Effizienz in Produktionsbetrieben durch den Einsatz von Manufacturing Execution-Systemen (MES) steigern lässt. Die im Rahmen der Leitmessen „Digital Factory“ und Industrial Automation“ ausgerichtete und von Namur, VDI, VDMA, ZVEI und PROCESS organisierte Veranstaltung richtete sich an Unternehmen der Prozessindustrie und bewies gleich zu Beginn, das die Diskussion über MES-Systeme in der Praxis nicht an dem Begriff Industrie 4.0 vorbeikommt.

Um zu verstehen, wie die vierte industrielle Revolution mit MES zusammenhängt, begrüßte Frank Jablonski, Moderator der Tagung und Leiter Online bei PROCESS, Prof. Dr. Detlef Zühlke, Direktor des DFKI-Forschungsbereichs Innovative Fabrik Systeme. Der Vorstandsvorsitzende der Smart Factory erläuterte, wie sich unter dem Stichwort Industrie 4.0 tiefgreifende Veränderungen in der Prozessautomatisierung ergeben werden. Für die Fabrik der Zukunft sei die Komplexität von Hardware-, Software und Logistiksystemen, das Internet der Dinge und die Zukunft der Steuerungstechnik – ein smartes CPS Netzwerk anstatt einer verteilten SPS – die zentralen Themen. MES werde dabei in einem konvergenten Netzwerk zwischen ERP- und Feldebene integriert sein.

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Allerdings wird Industrie 4.0 aus Sicht von Zühlke substantiell frühestens in 5 Jahren in der Prozessindustrie angekommen sein. Angesprochen auf mögliche Einspareffekte durch die industrielle (R)evolution, zeigt er sich ebenfalls zurückhaltend: „30 % sind nicht unrealistisch, allerdings müssen dafür noch viele Voraussetzungen erfüllt werden.“

Dokumentation vereinfachen

Im zweiten Vortrag erläuterte Uwe Kemmer, Produktionsleiter bei Ceramtec, wie der Keramikhersteller für Gelenkimplantate seine Produktionsprozesse mit einer MES-Software verbesserte. Dabei hatte sich das Unternehmen drei Ziele gesetzt:

  • Vereinfachung der Dokumentation für die Mitarbeiter
  • Erfassung der notwendigen GMP-Dokumentation auf elektronischem Weg
  • Nutzung der technischen Möglichkeiten zur Vereinfachung der Geschäftsprozesse

So sollte ein schneller Zugriff auf aktuelle Produktsituationen (mitlaufender Ist-/Sollvergleich, Maschinenstörungen, Instandhaltungsarbeiten) und eine Auftrags-, Maschinen-, Mitarbeiter und Kostentransparenz ermöglicht werden.

Anhand verschiedener Kriterien entschied sich Ceramtec für das MES-System IBS:prisma. Dabei spielte die Funktionalität des Systems eine untergeordnete Rolle. Bedeutender war für das Unternehmen, dass die SAP-Anbindung aus einem Haus und nicht von einem Drittanbieter stammt und dass die Software sich bereits am deutschen Markt bewährt hat.

Auf Seite 3 des Artikels sind alle Präsentationen der Referenten als Download verfügbar

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