MES-Tagung auf der Hannover Messe

MES meets Industrie 4.0

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Step by Step oder Big Bang?

Nach einer kurzen Kaffeepause berichtete Jochen Kühl, Prozessingenieur Operations bei Sasol Wax, wie in seinem Unternehmen ein komplexes MES-Projekt geplant wurde. Hier stellte sich zu Beginn die Frage: Step by Step oder Big Bang? Zusammen mit dem IT-Anbieter Leikon musste Sasol Wax die Pro und Contra´s einer sukzessiven und einer ganzheitlichen Einführung eines MES-Projekts abwägen.

Für eine Step by Step Planung spricht eine klare Projektverantwortung und gut kalkulierbare Einzelbudgetierungen. Allerdings entsteht auch die Gefahr der abteilungsübergreifenden Intransparenz und der Notwendigkeit zum Re-Engineering. Die Vorteile einer ganzheitlichen Umsetzung sind die Chance zur Durchdringung und optimalen Abstimmung aller vernetzten innerbetrieblichen Geschätsprozesse und adressierbare Interessen und Optimierungspotentiale. „Die sukzessive Umsetzung ist allerdings weitaus weniger komplex als der Big Bang-Ansatz und man kann relativ schnell Erfolge vorweisen“, sagte Udo Enste, Geschäftsführer von Leikon. Auch muss bei einer ganzheitlichen Betrachtung auf ein straffes Projektmanagement und ein hohes Projektbudget geachtet werden.

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Für Sasol Wax war es vor allem wichtig ein Programm zu finden, dass die Geschäftsprozesse optimiert und die ERP Systeme konzernweit reduziert. So sollten Abhängigkeiten zwischen Abteilungen erfasst werden und die ERP Landschaft von weltweit 17 auf 5 Systeme vereinheitlicht werden. Diese Entscheidungskriterien führten dazu, dass sich das Unternehmen am Ende für einen Big Bang entschied.

Operational Excellence durch MES

Wie MES Optimierungspotentiale in der Prozessindustrie erschließt, erläuterte Hisham Mubarak, Senior Automation Manager bei BASF, im abschließenden Vortrag der MES-Tagung. Ein MES-Systeme sei gerade dann wichtig, wenn Prozessmanager von dem „Digital Tsunami“ überfordert werden, so Mubarak. Es dient als Bindeglied zwischen Managementsystemen wie PIMS und LIMS und dem ERP-System SAP. Dadurch wird eine größere Transparenz der Unternehmensdaten erzielt und die Komplexität der Daten reduziert.

Mubarak schlussfolgert: „Der Einsatz von MES in der Prozessindustrie verspricht ein großes Wertschöpfungspotenzial durch eine zeitnahe Verdichtung betrieblicher Daten zu aussagekräftigen Informationen. Systematisch eingesetzt, unterstützt das System die Erreichung der Operational Excellence Ziele.“

PROCESS hat für Sie nochmal alle Präsentationen der Referenten aufgelistet und zum Download bereitgestellt:

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