MES-Tagung auf der Hannover Messe

MES meets Industrie 4.0

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„Die Nutzwerte sind weniger die klassischen Vorteile eines MES-Systems. Der Hauptvorteil ist die Abschaffung der Dokumentation auf manueller Basis, die im Medizinumfeld sehr stark verbreitet ist, jetzt aber auf elektronischem Weg möglich ist“, sagte Kemmer. Zudem helfe die Software dabei, die Rückverfolgbarkeit von Produktionsprozessen zu ermöglichen, so Kemmer. Somit unterstützt die Software den Zulassungsvorgang für die Hüftgelenkskomponenten bei einem FDA-Audit.

Entwicklung einer MES-Integration

„Wir liefern keine Produkte, wir liefern Verfahren.“ Mit diesen Worten eröffnete Markus Wittig, Leiter Supply Chain Management bei Chemetall, seinen Vortrag über die Entwicklungsstufen einer MES-Integration. Das Unternehmen liefert u.a. Technologien für den Korrosionsschutz, Chemikalien für die Abwasserbehandlung und Dichtmassen für die Luftfahrtindustrrie. Bei der Suche nach dem richtigen MES-System stand dem Unternehmen der Anlagenbauer M+W Group beratend zur Seite.

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„Wir wollten die Prozesssicherheit und die Qualität unserer Prozesse verbessern sowie eine Produktivitätssteigerung erreichen. Letztendlich muss man so ein Projekt auch wirtschaftlich betrachten“, so Wittig. „Zudem wollten wir das System auf einen Roll-out vorbereiten.“ Die Meilensteine der MES Evolution bei Chemetall beginnen im Jahr 2001. Nach 18-monatiger Entwicklungszeit führte das Unternehmen MES 1.0 ein.

Nach mehreren Optimierungsphasen wurde im Jahr 2011 MES 2.0 implementiert. „In erster Linie haben wir Schwierigkeiten mit Datenbanksystemen und Datenhandling aus MES 1.0 verbessert. Zusätzlich haben wir eine Systemerweiterung mit einer neuen Schnittstelle zu unseren Qualitätsmodulen geschaffen, sodass wir die Qualitätskontrolle direkt integrieren und somit die Prozesse beschleunigen konnten“, erläutert Wittig.

Anschließend folgte die Roll-out Phase und MES 3.0, an dem das Unternehmen zurzeit arbeitet. „In MES 3.0 integrieren wir international verschiedene Standorte. Der Auftragseingang muss dadurch nicht dort eingehen, wo die Produktion stattfindet. Somit ist es nicht mehr zwingend notwendig, dass jeder Standort ein eigenes ERP-System besitzt“, so Wittig.

Auf Seite 3 des Artikels sind alle Präsentationen der Referenten als Download verfügbar

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