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Membrandosierpumpe

Membrandosierpumpe mit automatischer Entlüftung

| Redakteur: Jörg Kempf

Ausgasende Medien führen bei der Dosierung immer wieder zu verminderten Pumpenleistungen oder dazu, dass das Medium nicht mehr gefördert wird. Damit dies vermieden wird, müssen Pumpen in diesen Applikationen meist manuell entlüftet werden. Es geht aber auch einfacher.

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Membrandosierpumpe delta mit geregeltem Magnetantrieb optoDrive
Membrandosierpumpe delta mit geregeltem Magnetantrieb optoDrive
( Bild: ProMinent )

Einfacher, komfortabler und sicherer lässt sich dies bei der Membrandosierpumpe delta mit dem neuen Entlüftungsmodul von ProMinent realisieren. Damit können Gasblasen im Pumpenkopf rechtzeitig erkannt und abgepumpt werden. Prozesse werden zu keiner Zeit durch unzureichende Dosierleistungen beeinträchtigt.

Sehr viele chemische Substanzen, beispielsweise Natriumhypochlorit (NaOCl) oder Reinigungsmittel, bilden aufgrund chemischen Zerfalls Gasblasen, die sich an der Saugseite des Pumpenkopfes sammeln. Je größer die Gasblase, desto weniger Flüssigkeit kann gefördert werden. Zur Beseitigung solcher Effekte werden in der Regel sogenannte Saugwindkessel oder Vorlagegefäße verwendet, die die Gase bereits vor dem Pumpenkopf auffangen.

Mit einer entsprechend angepassten Hubeinstellung der Dosierpumpe delta kann auf vorgeschaltete Auffanggefäße verzichtet werden. Durch einen langsam eingestellten Saughub wird ein Ausgasen ohne weiteres Zubehör unterdrückt.

Dennoch lässt sich nicht hundertprozentig vermeiden, dass sich Gasblasen im Dosierkopf der Pumpe bilden. Sollte das der Fall sein, so werden diese über die integrierte Impfstellenüberwachung optoGuard erkannt und auf dem LC-Display der Pumpe mit „Airlock“ angezeigt. Die Pumpe kann, sobald diese Meldung erscheint, manuell über das Grob-/Fein-Entlüftungsventil entlüftet werden. Bis zur manuellen Entlüftung kann der laufende Prozess durch eine ungenaue Dosiermenge jedoch erheblich gestört werden.

Automatische Entlüftungsfunktion

Dass die Dosierleistung bei Luft- oder Gasblasen im Dosierkopf der Pumpe nicht beeinträchtigt wird, dafür sorgt ein neues Entlüftungsmodul für die Membrandosierpumpe delta.

Die Entlüftung kann wahlweise periodisch und/oder bei Airlock-Erkennung ausgeführt werden. Bei einer Airlock-Erkennung startet, sobald ein Gaseinschluss detektiert wird, ein automatischer Entlüftungszyklus. Die im Pumpenkopf angesammelten Gase werden dabei über eine separate Leitung in einen zusätzlichen Behälter entsorgt. Im Gegensatz zum permanenten Bypass, der in vielen Fällen verwendet wird, lässt sich mit dem neuen Entlüftungsmodul sicherstellen, dass immer nur dann entlüftet wird, wenn Gasblasen im Pumpenkopf vorhanden sind.

Besonders vorteilhaft ist dies, wenn ein förderndes Medium, wie beispielsweise Wasserstoffperoxid (H2O2), aus Sicherheitsgründen nicht über einen Bypass abgeleitet werden darf.

Damit die automatische Entlüftung nicht laufende Prozesse unterbricht, können Gasblasen im Dosierkopf auch vorsorglich durch periodisches Entlüften vermieden werden. Ausgerichtet auf die Stillstands- oder Pausenzeiten des Prozesses lassen sich die Entlüftungszeitabstände variabel von einer Minute bis hin zu 1440 Minuten über die Betriebssoftware der delta einstellen.

Ab Werk oder zur Nachrüstung

Die delta kann auf Kundenwunsch bereits werksseitig mit dem Entlüftungsmodul bestückt werden. Pumpen, die bereits im Einsatz sind, erhalten die automatische Entlüftungsfunktion durch ein Nachrüstset, das aus Magnetventil, Relaiseinschub und Installationsmaterial wie Kabel, Stecker und Adapter, besteht.

Die Betriebssoftware der Magnetdosierpumpe delta erkennt nach Installation des Entlüftungsmoduls automatisch die ergänzten Komponenten. Ebenso einfach wie das Programmieren der Dosiermengen lassen sich in einem neuen Menüzweig die Entlüftungszeiten individuell einstellen.

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