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Taktbandfilter

Mehrere Prozessstufen beim Extrahieren von Wertstoffen aus faserigen Pflanzenresten sparen

| Redakteur: Manja Wühr

BHS-Sonthofen hat für ein amerikanisches Unternehmen einen Taktbandfilter für das Extrahieren von Wertstoffen aus faserigen Pflanzenresten entwickelt. Mit einer Filterfläche von knapp 90 m2 ist die neue Filteranlage vom Typ BF 350-255 die größte, die BHS je gebaut ha

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Der BHS Taktbandfilter vom Typ BF 350-255 während der Endmontage Anfang 2016 im Werk Sonthofen.
Der BHS Taktbandfilter vom Typ BF 350-255 während der Endmontage Anfang 2016 im Werk Sonthofen.
(Bild: BHS-SonthofenHermann Rupp (Kempten))

Der Taktbandfilter vom Typ BF 350-255 wird stündlich bis zu 5000 kg faserige Pflanzenreste verarbeiten und aus ihnen flüssige Wertstoffe herauslösen, die in einem vorherigen Produktionsprozess entstehen. Das Filtrat wird für die Herstellung von Grundchemikalien genutzt, der verbleibende Feststoff, der bisher nicht verwendet werden konnte, wird einer Zweitverwertung zugeführt.

Der Auftraggeber hatte bei der Planung des Projektes ursprünglich einen mehrstufigen Prozess mit aufeinanderfolgenden Sieb- und Filtrationsschritten vorgesehen, in denen die Feststoffe mehrfach resuspendiert werden sollten. Der Vorschlag von BHS-Sonthofen, einen Taktbandfilter vom Typ BF zu verwenden, der nur einen Prozessschritt umfasst, überzeugte jedoch. Der Prozess ist nicht nur deutlich einfacher, er konzentriert die Wertstoffe auch höher. So wird weniger Energie benötigt, um die Wertstoffe im weiteren Verlauf des Prozesses zu extrahieren.

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Im Aufbereitungsprozess werden zunächst die Pflanzenreste in Wasser suspendiert. Damit die darin aufgelösten Wertstoffe möglichst gut aus dem Feststoff extrahiert werden können, wendet BHS in der Filteranlage eine mehrstufige Gegenstromwäsche an. Mit ihr erreicht der Filter eine sehr gute Auswaschungsqualität und erhöht so die Konzentration des gelösten Wertproduktes in der Flüssigkeit entscheidend. Mit dem BHS-Taktbandfilter vom Typ BF 350-255 gewinnt der Betreiber etwa 10 Prozent mehr Wertprodukt als mit herkömmlichen Verfahren.

Auch die Betriebskosten sind niedriger: Der Taktbandfilter benötigt etwa 30 Prozent weniger Wasser als das mehrstufige Verfahren. Gleichzeitig spart er erheblich Investitionskosten, denn die mehrfachen Kaskaden von Rührkesseln und Filtern sind nicht erforderlich. Da die gesamte Filteranlage erheblich einfacher aufgebaut ist als konventionelle Anlagen, gewährleistet sie eine hohe Betriebssicherheit. Gleichzeitig sind die Wartungskosten im Vergleich mit herkömmlichen Anlagen deutlich niedriger.

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