Logistik Mehr Platz für Siliconprodukte von Wacker: Finsterwalder plant Logistikzentrum in Sachsen

Redakteur: Alexander Stark

Der Allgäuer Logistikdienstleister Finsterwalder plant in Sachsen die Errichtung eines 35.000 m2 großen Logistikzentrums für die Lagerung und für den Versand von Siliconprodukten. Wacker rechnet für den Produktionsstandort Nünchritz in den nächsten Jahren mit einem deutlich steigenden Bedarf an Lagerflächen und Logistikdienstleistungen und will deshalb die geplante Einrichtung nahezu vollständig nutzen.

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Der neue Logistikstützpunkt befindet sich im Landkreis Meißen, wenige Kilometer von der Gemeinde Nünchritz entfernt. (Symbolbild)
Der neue Logistikstützpunkt befindet sich im Landkreis Meißen, wenige Kilometer von der Gemeinde Nünchritz entfernt. (Symbolbild)
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

München – Der sächsische Chemiestandort Nünchritz, rund 45 km nordwestlich von Dresden gelegen, gehört seit 1998 zum Wacker-Konzern. Hier werden Zwischen- und Endprodukte auf Siliciumbasis sowie hochreines polykristallines Silicium für die Solarindustrie hergestellt. Aufgrund steigender Nachfrage benötigt das Unternehmen deutlich mehr Lagerfläche. Diese wird künftig durch einen von Finsterwalder errichtete Lagerhalle bereitgestellt. Für den Bau der Lagerhalle rechnet der Logistikdienstleister mit Investitionen in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags. In dem Logistikzentrum entstehen dem Unternehmen zufolge langfristig 90 Arbeitsplätze. Sie sollen vorrangig mit Fachkräften aus der Region besetzt werden.

Der neue Logistikstützpunkt befindet sich im Landkreis Meißen, wenige Kilometer von der Gemeinde Nünchritz entfernt, wo Wacker einen Produktionsstandort für Silicone und Polysilicium betreibt. Die Finsterwalder Unternehmensgruppe hatte dazu im Frühjahr ein knapp sieben Hektar großes Grundstück in einem Gewerbegebiet an der Ortsgrenze der Gemeinden Glaubitz und Zeithain erworben.

Die 14 Meter hohe, 240 Meter lange und 145 Meter breite Lagerhalle bietet Platz für mehr als 57.000 Palettenstellplätze, von denen der Konzern einen Großteil nutzen wird. Vorgesehen ist die Lagerung von Silicondichtstoffen, hochdisperser pyrogener Kieselsäure und Bautenschutzmitteln. Auch Hybridpolymere, die ab 2022 in Nünchritz hergestellt werden, werden dort eingelagert. Anlieferung, Lagerung und Versand der Waren übernimmt Finsterwalder.

Der Bauantrag für das neue Logistikzentrum wird voraussichtlich im Herbst gestellt. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden könnten die Bauarbeiten Anfang 2022 beginnen. Neben Lagergebäude und LKW-Stellflächen sind auf dem Grundstück auch Baumpflanzungen entlang der Bundesstraße 98 von Glaubitz nach Großenhain vorgesehen. Auch die Bepflanzung einer Ausgleichsfläche im Landkreis Meißen steht auf der Agenda.

Läuft alles nach Plan, könnte das Logistikzentrum bereits Ende 2022 in Betrieb gehen. Damit die Einrichtung auch personell richtig besetzt ist, plant das Logistikunternehmen spätestens nächstes Jahr eine Bewerbungsoffensive. Gesucht werden gut ausgebildete Fachkräfte, sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich.

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