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Als Highlight erwies sich die gemeinsame Podiumsdiskussion. Generell lautete hier der Tenor, dass auch in der Chemie der Endkunde näher an den produzierenden Unternehmer heranrücke. Komplexität müsse reduziert werden, das gelinge am besten durch Integration. Und das bedeute auch, nicht mehr jeden Kunden selbst zu beliefern, sondern Netzwerke aufzubauen.
Unter anderem wurde angemerkt, dass es heute bereits möglich sei, Leerfahrten flächendeckend zu vermeiden, wenn die verschiedenen Unternehmen stärker kooperierten. Dienstleister könnten sich zum Beispiel auf dynamische Lagerinfrastrukturen einigen.
Und immer wieder kam zur Sprache, dass Fachpersonal rar sei – es fehle vielfach der Data Analyst. Dazu sei eine Kombination aus Fachwissen und IT-Know-how erforderlich. Konsens war allerdings auch, dass die Veränderungsbereitschaft für die digitale Transformation insbesondere in der älteren Belegschaft noch recht begrenzt sei.
Mehr Mut zu Algorithmen
Beim Vortrag von Ralf Busche (BASF) über die „Digitale Transformation“ waren dann erkennbar alle Teilnehmer im Saal versammelt. Denn sie wollten aus erster Hand erfahren, wo das weltgrößte Chemieunternehmen in Sachen Chemielogistik steht.
Busche erläuterte die Grundphilosophie der BASF so: Es gehe nicht darum, was man machen könne – im Vordergrund stehe, was man machen sollte, um noch profitabler zu werden. Ein Leuchtturm-Projekt der BASF: Eine Cloud ermöglicht es dem Chemieunternehmen und seinem Kunden 3M, Planungsdaten nahezu in Echtzeit auszutauschen.
Der aktuelle Rohmaterialverbrauch bei 3M ist somit transparent, und BASF kann diese Informationen für die eigene Produktions- und Lieferplanung nutzen. Dazu tauscht die BASF die Daten auch mit seinem Upstream-Partner Petrochemicals aus.
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