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Efacts-Katalyse-Preis Leiter von Clariants Oxidations-Katalyse-Forschung erhält Auszeichnung

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Gerhard Mestl hat den Applied Catalysis Award 2017 der European Federation of Catalysis Societies erhalten. Der Leiter von Clariants Oxidations-Katalyse-Forschung erhielt die Auszeichnung während der Konferenz Europa Cat XIII in Florenz für seine bahnbrechende Arbeit in der selektiven Oxidation.

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Die Lösungen von Gerhard Mestl ermöglichen höhere Energie- und Ressourceneinsparungen bei Clariant.
Die Lösungen von Gerhard Mestl ermöglichen höhere Energie- und Ressourceneinsparungen bei Clariant.
(Bild: Clariant)

München – Zusammen mit seinem Forschungsteam bei Clariant ist es Mestl gelungen, leistungsstarke Prozesskatalysatoren zu entwickeln, die eine effizientere und nachhaltigere Herstellung von Zwischenprodukten und Spezialchemikalien ermöglichen. Zu diesen Anwendungen zählen Phthalsäureanhydrid (Phthalimax), Maleinsäureanhydrid (Syndane) und Vinyl-Acetatmonomer (Vamax).

Eine Jury aus Wissenschaftlern wählt den Gewinner des Efacts Applied Catalysis Award aus. Laut der Organisation will die Auszeichnung individuelle Beiträge würdigen, die folgendes kennzeichnen: „Exzellenz, wissenschaftliche Neuheit, technischer Erfolg in Forschung und Entwicklung sowie der Übertragung von Labor- auf Großanlagen, und interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Ingenieuren mit klarem Fokus auf eine kommerzielle Anwendung“. Der Applied Catalysis Award wird vom Mineralölunternehmen BP gefördert.

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Mestl ist auch als Forscher bei Muni Cat aktiv, der Münchner Katalyse-Forschungsallianz zwischen Clariant und der Technischen Universität München. Seine zahlreichen beruflichen Erfolge umfassen u.a. die Entwicklung der Beschichtungsmethode für Phthalsäureanhydrid und deren Ausweitung auf andere angewandte Katalysatorensysteme, eine deutliche Verbesserung der Wismut-Molybdat-basierten Oxidation von Propylen zu Acrolein, und die Entwicklung innovativer Maleinsäureanhydrid-Katalysatoren. Der Wissenschaftler hat eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung einer anpassungsfähigen Technologie gespielt, die bei der einstufigen Umwandlung von Propan in Acrylsäure verwendet wird. Mestl und sein Team untersuchen nun auch Lösungen zur katalytischen oxidativen Dehydrierung von Ethan zu Ethylen.

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