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Eisenoxidpigmente Lanxess stockt Kapazität für Eisenoxidpigmente auf

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Lanxess erhöht seine Kapazitäten für Eisenoxidpigmente weltweit um rund 25.000 Jahrestonnen bis ins Jahr 2019. Der Ausbau erfolgt sowohl im deutschen Werk Krefeld-Uerdingen als auch im brasilianischen Porto Feliz.

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In Krefeld-Uerdingen, Standort des weltweit größten Werks für synthetische Eisenoxidpigmente, erhöht Lanxess bis 2019 schrittweise die Produktionskapazität von bislang 280.000 Jahrestonnen um rund 23.000 Tonnen Rot- und Schwarzpigmente.
In Krefeld-Uerdingen, Standort des weltweit größten Werks für synthetische Eisenoxidpigmente, erhöht Lanxess bis 2019 schrittweise die Produktionskapazität von bislang 280.000 Jahrestonnen um rund 23.000 Tonnen Rot- und Schwarzpigmente.
(Bild: Currenta/Lanxess)

Köln – In Krefeld-Uerdingen, Standort des weltweit größten Lanxess-Werks für synthetische Eisenoxidpigmente, wird bis 2019 die Produktionskapazität von bislang 280.000 t schrittweise um rund 23.000 t Rot- und Schwarzpigmente erhöht. Darüber hinaus erweitert Lanxess auch an seinem Standort in Porto Feliz, Brasilien, durch Modernisierungsmaßnahmen seine Kapazitäten für Gelbpigmente um weitere 2000 t pro Jahr. Zuletzt hatte Lanxess durch die Inbetriebnahme seines Standortes in Ningbo, China, sein globales Produktionsnetzwerk ausgebaut. Die Syntheseproduktion der im ersten Quartal 2016 angelaufenen Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 25.000 t Rotpigmente ausgelegt. Insgesamt erhöht Lanxess durch die genannten Maßnahmen seine Produktionskapazitäten weltweit bis 2019 von aktuell 375.000 auf rund 400.000 t Eisenoxidpigmente.

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Steigende Nachfrage in Indien und China erwartet

Das Unternehmen erwartet für Eisenoxidpigmente über das Jahr 2018 hinaus ein jährliches globales Wachstum in Höhe von durchschnittlich drei Prozent. Die Nachfrage nach Eisenoxidpigmenten wird bedingt durch das starke Wachstum in Ländern wie Indien und aufgrund der anhaltenden Erholung der Bauindustrie in Nordamerika sowie in Teilen von Europa deutlich steigen. Dazu beitragen wird auch China mit Wachstumsraten auf einem nach wie vor hohem Niveau.

Farben und Lacke sind der zweitgrößte Anwendungsbereich für synthetische Eisenoxidpigmente mit einem Viertel des weltweiten Gesamtverbrauchs – Tendenz steigend. „Bis 2025 sehen wir global für diesen Industriezweig einen jährlichen Anstieg der Eisenoxidnachfrage von durchschnittlich vier Prozent. Dabei wird aus unserer Sicht insbesondere die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Pigmenten mit global einheitlichen Standards zunehmen“, erläutert Jörg Hellwig, Leiter des Geschäftsbereichs Inorganic Pigments.

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Konsolidierung der chinesischen Pigmentindustrie setzt sich fort

China ist zwar der mit Abstand größte Produzent von synthetischen Eisenoxiden mit mehr als 50 Prozent des weltweiten Angebots, die Anzahl an Produktionsstätten für synthetische Eisenoxidpigmente nimmt jedoch seit einigen Jahren kontinuierlich ab. Hier wirkt sich die konsequente Durchsetzung von Umweltregularien sowohl auf Seiten der Pigmenthersteller als auch auf Seiten der pigmentverarbeitenden Industrie aus. Seit 2008 hat sich die Anzahl an Produktionsstätten halbiert. Das hat eine Reduzierung des Angebotes zur Folge – insbesondere im Bereich der Rotpigmente. Diese Konsolidierung wird laut Lanxess voraussichtlich weiter voranschreiten.

Um eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung der Kunden mit Eisenoxid-Rotpigmenten zu gewährleisten, hatte Lanxess zuletzt in den Bau eines neuen Produktionsstandortes in Ningbo, China, investiert. Hier kommt der neu entwickelte Ningbo-Prozess zum Einsatz, der auf patentierter Technologie basiert. Die Entwicklung und Inbetriebnahme dieser Technologie, die erstmals eine umweltschonende Produktion gelbstichiger Rotpigmente ermöglicht und die sehr hohen chinesischen Umweltstandards erfüllt, unterlag einer intensiven Entwicklungsphase. „Vor dem Hintergrund unserer hohen Qualitätserwartungen und gemäß unserer eigenen hohen Ansprüche an eine nachhaltige Produktion haben wir seit 2016 umfangreiche Testläufe durchgeführt. Diese Erprobungsphase ist nun weitestgehend abgeschlossen“, sagt Hellwig.

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