CO2-Aufbereitungsanlage Lanxess reduziert CO2-Emission in südafrikanischem Werk um 25 %

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Lanxess hat an seinem südafrikanischen Produktionsstandort Newcastle eine neue CO2-Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Die Anlage soll die CO2-Emission in dem Werk um 25 % reduzieren. Mit der 40 Millionen Euro-Investition will Lanxess die eigene Wertschöpfungskette in Südafrika stärken und die Basis für den künftigen Ausbau der Natriumdichromat-Produktion legen.

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Während der Bauzeit waren bis zu 650 Personen an dem Projekt beteiligt.
Während der Bauzeit waren bis zu 650 Personen an dem Projekt beteiligt.
(Bild: Lanxess)

Newcastle/Südafrika – Rund 40 Millionen Euro hat Lanxess in den Bau der Anlage investiert, die in nur 19 Monaten fertiggestellt werden konnte. Das Werk zur Produktion von Natriumdichromat, das hauptsächlich zu Chromgerbersalzen für die Lederindustrie weiterverarbeitet wird, ist das einzige seiner Art in Südafrika. Die Produktionstechnologie benötigt eine kontinuierliche Zufuhr von hochkonzentriertem CO2, die jetzt durch die neue Anlage erfolgt.

„Diese Investition in Südafrika ist ein weiterer Baustein unserer BRICS-Strategie”, so Rainier van Roessel, Vorstandsmitglied bei Lanxess. „Die neue Anlage ermöglicht die bestmögliche Kapazitätsauslastung unseres Werks und legt die Basis für künftige Erweiterungen der Produktionskapazität.” Mit einer eigenen CO2-Aufbereitungsanlage macht sich das Chemieunternehmen unabhängig von externen Lieferanten, die bislang die Versorgung mit CO2 geleistet haben.

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Die neue Aufbereitungsanlage wird die Abluft aus der Dampferzeugung des Werks auffangen, den CO2-Gehalt auf 99 % aufkonzentrieren und dem Prozess zur Natriumdichromat-Produktion zuführen. „Indem wir unsere eigene Abluft zur Deckung unseres CO2-Bedarfs nutzen, senken wir die CO2-Emissionen des Werks in Newcastle um rund 25 %”, so van Roessel. Während der Bauzeit waren bis zu 650 Personen an dem Projekt beteiligt, dauerhaft entstehen durch die Investition zehn neue Arbeitsplätze am Standort Newcastle.

Komplette Wertschöpfungskette für chrombasierte Lederchemikalien

Lanxess deckt eine komplette Wertschöpfungskette für chrombasierte Lederchemikalien ab. Der Konzern betreibt eine Chromerz-Mine in Rustenberg, die das Unternehmen unabhängig von externen Rohstofflieferungen macht. Das Chromerz wird in Newcastle zu Chromchemikalien weiterverarbeitet und nach Merebank/Durban geliefert. Im dortigen Werk produziert Lanxess auf Basis der Chromchemikalien Gerbsalze für die Lederindustrie. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in Südafrika mehr als 1000 Mitarbeiter, davon 155 am Standort Newcastle.

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