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Power-to-X/Ammoniak Kurs De-Fossilierung: Falls die Seefahrt auf Ammoniak setzt, steht die Technologie bereit

Redakteur: Dominik Stephan

Schifffahrtsunternehmen und Reedereien müssen sich immer drängender mit Alternativen zu Diesel und Treiböl beschäftigen. Neben reinen Wasserstoff-Gasmotoren könnte auch Ammoniak für die Seefahrt der Zukunft entscheidend werden - das glaubt man zumindest beim Technologiekonzern Gea und will die Schifffahrtsindustrie als Systemlieferant bei Lösungen für die Brennstoffe der Zukunft unterstützen.

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GEA plant, als Systemlieferant mit Lösungen aus eigenem Haus die Schifffahrtsindustrie bei der Senkung der Emissionen zu unterstützen.
GEA plant, als Systemlieferant mit Lösungen aus eigenem Haus die Schifffahrtsindustrie bei der Senkung der Emissionen zu unterstützen.
(Bild: Getty Images)

In 30 Jahren könnte rund ein Viertel der Schiffe auf den Ozeanen mit Ammoniak angetrieben werden, glauben Experten des DNV, einer internationalen Klassifikationsgesellschaft und Dienstleister in den Bereichen technische Beratung, Ingenieurdienstleistungen, Zertifizierungen und Risikomanagement. Damit ließe sich die Abhängigkeit der Branche von fossile Rohstoffen verringern und zugleich eine nahezu vollständig emissionsneutrale Verbrennung sicherstellen, da Ammoniak ohne CO2-Ausstoß verbrennt.

Entscheidend im Hinblick auf die Klimafreundlichkeit ist allerdings, dass die energieintensive Produktion von Ammoniak auf regenerative Energiequellen umgestellt wird. Ein weiterer Vorteil: Ammoniak transportiert auch im Molekül (NH3) gebundenen Wasserstoff, der sich vor Ort in Brennstoffzellen zu Strom verwandeln lässt. Deutlich für Ammoniak spricht auch, dass weltweit viel Erfahrung in der Produktion, Lagerung und der Logistik vorhanden ist.

Bringt Ammoniak die grüne Seefahrt?

Gegenüber Alternativen Treibstoffen wie Erdgas oder Wasserstoff hat Ammoniak eine reihe Vorteile: Bei Umgebungsdruck wird es bei minus 33 °C flüssig und ist damit energetisch weniger aufwendig zu handhaben und kühl zu halten als Erdgas (Liquified Natural Gas – LNG), bei dem diese Temperatur bei rund -160°C liegt.

Beim Wasserstoff wären es sogar bei rund -250°C. Es ist also relativ leicht und es erfordert relativ wenig Energie, Ammoniak flüssig zu halten. Doch für die an Schweröl und Bunker Fuel gewöhnte Seefahrt bedeutet das Gas ein Umdenken.

Zum Glück haben Anlagenbauer und Co. zum Teil über ein Jahrhundert Erfahrung im Umgang mit Ammoniak: zuletzt kündigte der Technologiekonzern GEA bei der internationalen Fachkonferenz „Ship Efficiency“ im September 2021 in Hamburg an. Bei der Entwicklung entsprechender Konzepte zum Einsatz von Ammoniak (NH3) setzt GEA auf Erfahrungswerte und Kompetenzen im Bereich der Separatorentechnologie sowie der Kälte- und Wärmetechnik unter Einsatz natürlicher Kältemittel wie CO2- und Ammoniak.

Anlagenbauer wetzen die Messer

Ein weiterer Vorteil: Ammoniak transportiert auch im Molekül (NH3) gebundenen Wasserstoff, der sich vor Ort in Brennstoffzellen zu Strom verwandeln lässt. Deutlich für Ammoniak spricht auch, dass weltweit viel Erfahrung in der Produktion, Lagerung und der Logistik vorhanden ist. Die Produktion muss – wie oben schon erwähnt – natürlich noch auf regenerative Quellen umgestellt werden. Zudem ist zu erwarten, dass es eine stabile Versorgung mit Ammoniak geben wird, da vielerorts an Produktionsmethoden für Ammoniak auf Basis der erneuerbaren Energie, gearbeitet wird.

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