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K 2019 Kunststoff- und Kautschukindustrie unterstreicht wichtige Rolle der Kreislaufwirtschaft

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die 3333 Aussteller der K 2019 untermauerten die die Notwendigkeit funktionierender Kreislaufwirtschaften entlang der gesamten Wertstoffkette und präsentierten hierzu konkrete Lösungen. Auch die rund 225.000 Besucher aus 165 Ländern zeigten hohes Interesse an Recyclingsystemen, nachhaltigen Rohstoffen und ressourcenschonenden Verfahren.

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K 2019 zeigt: Kreislaufwirtschaft ist wichtigstes Thema der weltweiten Kunststoff- und Kautschukindustrie.
K 2019 zeigt: Kreislaufwirtschaft ist wichtigstes Thema der weltweiten Kunststoff- und Kautschukindustrie.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Düsseldorf – Die Schlagworte der K 2019 „Nachdenken. Umdenken. Querdenken. Neudenken“ spiegelten sich an den Ausstellerständen wider. Unter diesem Motto konnte die Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukindustrie Orientierung und Ausblicke geben, setzte nachhaltige wirtschaftliche Impulse, zeigte zukunftsweisende Trends und konkrete Lösungsansätze auf. Damit trafen sie den Puls der Zeit, denn die rund 225.000 Besucher aus 165 Ländern zeigten hohes Interesse insbesondere an Recyclingsystemen, nachhaltigen Rohstoffen und ressourcenschonenden Verfahren. Darüber hinaus prägte eine nach wie vor hohe Investitionsbereitschaft dem Veranstalter zufolge die Messe. Beim internationalen Fachpublikum sei die Absicht, sich mit neuesten Technologien optimal für die Zukunft aufzustellen, deutlich spürbar gewesen.

Laut Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats, hat sich gezeigt, dass gerade jetzt der globale Bedarf an innovativen Maschinen und Rohstoffen sehr hoch ist, trotz aktueller Spannungen im Welthandel oder der Lage einzelner Abnehmerbranchen.

Die auf Besucherseite am stärksten vertretenen Nationen nach Deutschland waren Italien, die Niederlande, Indien, die Türkei und China, direkt gefolgt von den USA. Außerdem konnte ein deutlicher Zuwachs bei Fachbesuchern aus der russischen Föderation, Japan und Brasilien verzeichnet werden. Die Anzahl der Führungskräfte unter den K Besuchern konnte noch einmal leicht gesteigert werden: Rund 68 % gehörten dem Top- und mittleren Management an. Bei der Besucherzufriedenheit konnte mit über 90 % erneut ein Spitzenwert erzielt werden. Während für das deutsche Fachpublikum die Steigerung der Wirtschaftlichkeit als aktuell wichtigstes Thema vorne lag, stand die Erweiterung des Produktspektrums für die europäischen und außereuropäischen Messegäste im Vordergrund.

Internationales Interesse an Recycling-Technologie war hoch

Die K konnte auch als Premierenplattform punkten, auf der viele zukunftsweisende Produkte und Anwendungen das erste Mal der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurden. Dabei wurden die Neuheiten nicht nur bestaunt, sondern auch bereits sehr viele konkrete Verhandlungen geführt und Verträge unterzeichnet. Bei den Gästen aus aller Welt standen insbesondere Erweiterungsinvestitionen weit oben auf der Liste, dabei insbesondere in Extruder- und Extrusionsanlagen. Die Besucherbefragung zur K ergab darüber hinaus, dass das Interesse an Maschinen und Anlagen zum Aufbereiten und Recycling international deutlich höher ist als in Deutschland.

Auch die flexiblen Werkstoffe – die Kautschuke und die thermoplastischen Elastomere (TPE) waren auf der Messe wieder eine feste Größe. Zwar ist der Elastomersektor im Vergleich zu den Kunststoffen auf der K traditionell der kleinere Bereich, dennoch präsentierten unter den Ausstellern überraschend viele elastomerspezifische Produkte und Dienstleistungen – sei es, dass sie Rohstoffe, Additive und Compounds anboten oder spezielle Maschinen und Ausrüstung zur Aufbereitung und Verarbeitung zeigten.

Das umfangreiche Rahmenprogramm mit Impulsreferaten und hochkarätig besetzen Diskussionen, etwa zu erneuerbaren Energien, Materialeffizienz oder Null-Abfall-Produktion, fand hohen Zuspruch beim internationalen Publikum, insbesondere die Sonderschau „Plastics shape the future“. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die Innovationskraft von Werkstoff und Branche in Sachen Ressourcenschonung, Digitalisierung, Funktionalität, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. Nicht ausgespart wurden zudem kritische Themen wie Kunststoffabfall in den Weltmeeren, die Wegwerfmentalität rund um Kunststoffverpackungen und der Einsatz endlicher Ressourcen für die Herstellung. Highlight war u.a. ein humanoider Roboter, der während der K 2019 von jungen Forschern des Fab Lab Lübeck e.V. gebaut wurde, und anhand dessen gezeigt wurde, wohin die Entwicklung bei der Verknüpfung von additiver Fertigung, Robotik und modernen Werkstoffen wie Kunststoff in Zukunft geht.

Im Science Campus erhielten sowohl Aussteller als auch Besucher einen konzentrierten Überblick über wissenschaftliche Aktivitäten und Ergebnisse im Kunststoff- und Kautschuksektor. Zahlreiche Hochschulen, Institute und Förderorganisationen boten hier die Möglichkeit zum direkten Dialog.

Die nächste K findet vom 19. bis zum 26. Oktober 2022 in Düsseldorf statt.

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