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Chemieverband Kullmann ist neuer VCI-Präsident

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Chemieverband hat einen neuen Chef: Christian Kullmann ist mit sofortiger Wirkung zum neuen Präsidenten des VCI ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Hans Van Bylen an. Zugleich hat das Präsidium Markus Steilemann zum Vizepräsidenten bestellt.

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Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, ist mit sofortiger Wirkung zum neuen VCI-Präsidenten ernannt worden.
Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, ist mit sofortiger Wirkung zum neuen VCI-Präsidenten ernannt worden.
(Bild: Frank Preuss/Evonik )

Frankfurt; Leverkusen – Das Präsidium des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) hat Christian Kullman zum neuen Präsidenten ernannt. Sein Stellvertreter Dr. Markus Steilemann wurde ebenfalls durch ein schriftliches Umlaufverfahren im Präsidium des VCI zum Vizepräsidenten bestellt. Die Nachwahlen durch die Mitgliederversammlung sind für September 2020 in Düsseldorf geplant. Kullmann ist Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, Steilemann Vorstandsvorsitzender von Covestro.

In seinen Antrittsworten stellte Kullmann vor allem die Wichtigkeit der Chemieindustrie für die Versorgung mit medizinischen Gütern, wie der Entwicklung von Virentests, Impfstoffen, Medikamenten und die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln sowie von Kunststoffen für Schutzkleidung und medizinische Geräte in den Vordergrund. Diesen seien dringend nötig für die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie sollen nun alle ihre Ressourcen – ohne gewinnorientierte Überlegungen – bündeln.

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Den offenen und sachlichen Dialog mit Politik und Gesellschaft zu suchen und zu fördern, erklärte Kullmann zu einer zentralen Aufgabe seiner Präsidentschaft. Dabei sei ihm wichtig, Arbeitsplätze zu sichern und den Mittelstand, als Rückgrat der Deutschen Wirtschaft, zu stärken.

Steilemann will als VCI-Vizepräsident besonders den Dialog innerhalb der Chemie- und Kunststoffindustrie weiter ausbauen und diesen noch stärker mit der Gesellschaft vernetzen. Nur so lasse sich eine zukunftsfähige, wirklich nachhaltige Wirtschaft erreichen.

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Christian Kullmann

Christian Kullmann wurde 2014 in den Vorstand des Spezialchemiekonzerns Evonik berufen und übernahm 2017 dessen Vorsitz. Seine berufliche Laufbahn begann der Wirtschaftshistoriker 1994 in Frankfurt. 2003 wechselte der heute 51-Jährige von der Dresdner Bank zur RAG nach Essen. Aus dem Zusammenschluss der RAG mit der Degussa entstand 2007 Evonik Industries. Als Manager handelt Kullmann aus der Überzeugung, dass ein Unternehmen und eine Gesellschaft auf Dauer nur erfolgreich sein können, wenn wirtschaftliche, ökologische und soziale Interessen in einen gerechten Ausgleich gebracht werden.

Dr. Markus Steilemann

Markus Steilemann ist seit Juni 2018 Vorstandsvorsitzender von Covestro. In seinen Verantwortungsbereich fallen Zentralbereiche wie Strategie, Nachhaltigkeit, Personal und Kommunikation.

Geboren 1970 in Geilenkirchen, Deutschland, studierte Steilemann Chemie an der RWTH Aachen University und schloss mit der Promotion ab. 1999 begann er seine berufliche Karriere beim Bayer-Konzern. Ab 2008 bekleidete Steilemann Führungspositionen im Geschäftsbereich Polycarbonates von Bayer Material Science, der Vorgängergesellschaft von Covestro. Von 2013 bis 2015 stand er an der Spitze des gesamten Segments mit Hauptsitz in China, wo er mehrere Jahre lebte.

Zurück in Deutschland, wurde Steilemann 2015 Mitglied des Vorstandes von Covestro mit Verantwortung für den Bereich Innovation. Zusätzlich übernahm er im folgenden Jahr die Führung des Geschäftsbereichs Polyurethanes. In 2017 übernahm er als Chief Commercial Officer (CCO) die Verantwortung für die drei Segmente inklusive Innovation, Marketing und Vertrieb.

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